PFAS in den Jägerseen: Markt Feucht informiert über den aktuellen Sachstand
icon.crdate14.07.2026
Der Große und der Kleine Jägersee gehören zum Landkreis Roth. Da die Seen von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern aus Feucht regelmäßig als Bade- und Ausflugsziel genutzt werden, informiert der Markt Feucht über die derzeitigen Erkenntnisse der zuständigen Fachbehörden zum Thema PFAS.
Der Große und der Kleine Jägersee gehören zum Landkreis Roth. Da die Seen von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern aus Feucht regelmäßig als Bade- und Ausflugsziel genutzt werden, informiert der Markt Feucht über die derzeitigen Erkenntnisse der zuständigen Fachbehörden zum Thema PFAS.
Die wichtigste Information vorab:
Das Wasser des Großen und Kleinen Jägersees weist nach den vorliegenden Untersuchungen Trinkwasserqualität auf. Nach Bewertung der zuständigen Fachbehörden können beide Seen weiterhin bedenkenlos zum Baden genutzt werden. Die nachgewiesenen PFAS-Konzentrationen liegen deutlich unter den Werten, die als gesundheitlich relevant für Badegewässer gelten.
Baden weiterhin unbedenklich
Nachdem im Jahr 2025 PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) in den Jägerseen nachgewiesen wurden, haben Gesundheitsamt und Wasserwirtschaftsamt umfangreiche Untersuchungen eingeleitet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Konzentrationen nach Einschätzung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie des Umweltbundesamtes für Badegewässer als unbedenklich gelten. Die Bewertung erfolgt anhand der Vorgaben der Trinkwasserverordnung.
Fische sollten nicht verzehrt werden
Anders stellt sich die Situation beim Fischverzehr dar. PFAS können sich im Gewebe von Fischen anreichern. Untersuchungen haben ergeben, dass Fische aus den betroffenen Gewässern derzeit nicht für den Verzehr geeignet sind. Der zuständige Fischereiverein hat entsprechende Maßnahmen ergriffen.
Was sind PFAS?
PFAS sind künstlich hergestellte Chemikalien, die seit Jahrzehnten unter anderem in beschichteten Verpackungen, Outdoor-Bekleidung, Kochgeschirr, Imprägnierungen und früher auch in Feuerlöschschäumen verwendet wurden. Da sie sich in der Umwelt praktisch nicht abbauen, werden sie häufig als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand können einzelne PFAS bei langfristiger Aufnahme Auswirkungen auf Leber, Immunsystem, Hormonhaushalt oder Stoffwechsel haben. Gleichzeitig besteht für viele Stoffe dieser umfangreichen Stoffgruppe weiterhin Forschungsbedarf.
Herkunft der PFAS noch unklar
Die Ursache der PFAS-Belastung der Jägerseen ist bislang nicht geklärt. Das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg untersucht deshalb gemeinsam mit den zuständigen Behörden die Seen, die Schwarzach, den Gauchsbach sowie das Grundwasser im Umfeld, um mögliche Eintragswege und Ursachen zu ermitteln.
Die bisherigen Untersuchungen zeigen unterschiedliche Belastungen der Gewässer: Die höchsten PFAS-Werte wurden im Großen Jägersee festgestellt. Im Kleinen Jägersee und in den Krugsweihern sind die Werte geringer beziehungsweise vergleichbar, während Schwarzach und Gauchsbach deutlich niedrigere Konzentrationen aufweisen.
Als mögliche Eintragsquellen werden auch ehemalige militärisch genutzte Flächen im Grundwasserzustrom untersucht. Aufgrund der bislang festgestellten Stoffzusammensetzung vermuten die Fachbehörden einen Zusammenhang mit früher eingesetzten PFAS-haltigen Feuerlöschschäumen.
Laufende Überwachung
Die Gewässer werden weiterhin regelmäßig untersucht. Zusätzlich zu den bisherigen mikrobiologischen Beprobungen werden dauerhaft auch PFAS analysiert.
Weitere Informationen und Anlaufstellen bei Fragen
Weitere Informationen, Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie Hinweise zu den zuständigen Anlaufstellen zum Thema PFAS stellt das Landratsamt Roth auf seiner Website in einem FAQ-Bereich zur Verfügung:
www.landratsamt-roth.de/themen/verbraucherschutz/lebensmittelkontrolle/faqs-pfas









