Empfehlung für Kunstwerk getroffen

16.06.2009

Empfehlung für Kunstwerk getroffen
„Modern, einfach aber ungewöhnlich“ – so beurteilt Walter Hettich vom Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) das Kunstwerk, für das sich die Feuchter Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit dem Arbeitskreis Städtebau & Verkehr entschieden. Am vergangenen Dienstag wurde das Kunstwerk „Grashalme“ von Michaela Biet aus Oberasbach mit 34 von 117 gültigen Stimmen zum Sieger gekürt und wird somit an die gemeindlichen Gremien empfohlen.
Wer in Zukunft durch Feucht spaziert, wird das neue Kunstwerk kaum übersehen können – es stellt fünf überdimensionale Grashalme dar, die gegenüber der neuen Kaiserlinde sieben Meter gen Himmel ragen.
„Die Diskussion von Kunst ist ein ganz schwieriges Thema, da angeblich jeder etwas dazu weiß und jeder mitreden kann“, eröffnete Wilfried Weisenberger von der Firma GfK Geo Marketing, der durch die Veranstaltung führte, den Abend. Nach einem kurzen historischen Abriss über die Stadtentwicklung seit 1933 stellten Frank Hegewald und Walter Hettich vom BBK die von der Jury ausgewählten neun Modelle vor. Hegewald beschrieb Kunst als Freiraum, in dem es keine Regeln gebe, deswegen solle man mutig und unbefangen an die Entscheidung herangehen. Wichtig sei ebenfalls, sich nicht für etwas zu entscheiden, an dem man sich schnell satt sehen könnte, sondern für etwas, das einem auf lange Sicht gefalle. „Der BBK gibt aufgrund seiner Fachkenntnisse lediglich eine Hilfestellung, um die Kunstwerke besser zu verstehen“, erklärte Hegewald.
Die Ausschreibung für das Kunstwerk erfolgte in zwei Stufen: In der ersten Stufe sandten 65 professionelle Künstler aus ganz Deutschland ihre Lebensläufe ein, davon wählte die BBK-Jury zehn aus. Die Kriterien hierbei waren Vielseitigkeit und Professionalität der Künstler. „Es ist erstaunlich, wie viele unterschiedliche Ansätze, welche Vielfalt bei diesen Einsendungen zu erkennen war“, lobte Hegewald. Sechs der neun ausgewählten Modelle – ein Künstler konnte aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen – stellte er anschließend vor. Die Künstler hatten sich der Aufgabe gestellt, einen Baumpartner zur Kaiserlinde auf der Neuen Mitte zu entwerfen, der ihr gegenüber stehen wird.
Walter Hettich erläuterte die drei Favoriten des BBK, die nach verschiedenen Kriterien ausgewählt worden waren. Ein formaler und konzeptioneller Bezug zum ausgeschriebenen Thema in den Bereichen Höhenentwicklung, Torsituation, Rücken zum Platz sowie Baumpartner spielte ebenso eine Rolle wie die ästhetische Wirkung des Kunstwerks und die Schlüssigkeit der Idee oder die langfristige Aktualität des Werkes.
Nach einer lebhaften Diskussion entschieden sich 34 der Anwesenden für das Kunstwerk „Grashalme“, drei der insgesamt 117 abgegebenen Stimmen waren ungültig. Das Ergebnis des offenen Arbeitskreises Städtebau & Verkehr wird an die gemeindlichen Gremien empfohlen, die im Juli eine Entscheidung treffen werden.
Hier gelangen Sie zu den zehn Favoriten.

   

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