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Feucht bleibt fair

14.02.2020

Feucht bleibt fair
Bildquelle:
Markt Feucht
Der Markt Feucht trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Gemeinde. Aus diesem Anlass fand Anfang Februar eine kleine Feier im Zeidlerschloss statt. Erster Bürgermeister Konrad Rupprecht dankte in seiner Rede insbesondere der Fairtrade-Gruppe Feucht, die das Wort „Fairtrade-Gemeinde“ in den vergangenen Jahren mit Leben füllte.

Seit Herbst 2016 trifft sich die Fairtrade-Gruppe regelmäßig und plant zusammen mit dem Markt Feucht Veranstaltungen, wie den Markt der fairen Möglichkeiten, der 2019 bereits zum dritten Mal stattfand. In diesem Jahr, so berichtete Gruppensprecher Helmut Schleif in seinem Grußwort, wolle sich die Gruppe im April mit einer fairen Kaffeepause im Ortszentrum präsentieren. Und auch Schleif dankte: Dem Team des Weltladens „Der Faire Jakob“ und der evangelischen Kirchengemeinde, ohne die es den Weltladen – eine der wichtigen Säulen in der Fairtrade-Gemeinde Feucht – wohl nicht gäbe.

Landrat Armin Kroder verglich die erneute Auszeichnung mit einer Titelverteidigung im Sport, die oftmals schwieriger sei als der erste Titelgewinn. Umso mehr zolle er seinen Respekt vor Kommunen, die den fairen Gedanken mittragen. Die Zivilgesellschaft ermunterte er dazu, unbequem gegenüber der Politik und den Entscheidern in den Rathäusern zu bleiben. Bürgermeister Rupprecht hatte zuvor eingeräumt, dass auch die Gemeindeverwaltung noch entfernt davon sei, ihr gesamtes Handeln an fairen und nachhaltigen Kriterien auszurichten, man aber vor allem durch die Vernetzung in der Metropolregion und im Landkreis nie die Motivation verliere, sich jedes Jahr ein Stückchen zu verbessern.  

Mareike Grytz, die als Projektleiterin in der Entwicklungsagentur Faire Metropolregion diese Vernetzung maßgeblich fördert, sprach in ihrem Kurzvortrag über rasante Zuwachszahlen in der Region: Immer mehr Kommunen, Landkreise und Schulen werden „fair“. Von Kronach im Norden bis zum Landkreis Roth im Süden – von Waldsassen im Osten bis nach Kitzingen im Westen. Das Netz der Fairtrade-Städte reicht in alle Ecken der Metropolregion. Als Motivation, um weiter am Ball zu bleiben, überreichte Mareike Grytz dem Ersten Bürgermeister einen – Achtung Wortspiel! – Fußball in den Farben der Metropolregion – natürlich fair produziert.

Um dem viel und schon oft beschworenen Dreiklang aus Bio, Fair und Regional auch in der Aus-wahl der Redebeiträge Rechnung zu tragen, schloss Wolfgang Mittwoch den offiziellen Teil der Feier mit einigen Gedanken zum Thema Zeidelwesen und spannte damit den Bogen vom fairen Handel zur Regionalität. Als Kurator des Zeidelmuseums freue er sich, dass es in Feucht wieder viele Imker gebe. Ihren regional produzierten Honig kann man im Museumsshop erwerben.   

 

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