Elvis is back (in town)

26.11.2019

Elvis is back (in town)
Bildquelle:
Herbert Bauer
Stefan Schael überzeugte bei „Elvis Presley: Memories - eine musikalische Lesung“ im Feuchter Zeidlerschloss als Sänger und Geschichtenerzähler.

Stefan Schael gilt als einer der besten Elvis-Interpreten Deutschlands. Er hatte Fakten, Hintergründe und O-Töne von und über den King of Rock´n´Roll zusammengetragen und unterhielt mit dessen Liedern sowie Geschichten und Hintergründen rund um den „King“. Dabei zeichnete er sein ereignisreiches Leben von Geburt, ersten Gesangspreis als Zehnjähriger bis zum viel zu frühen Tode - vollgepumpt mit Tabletten und Spritzen - nach.

Elvis Presley war ein Weltstar und einer der erfolgreichsten Solokünstler aller Zeiten - dank seiner Stimme, seiner Musik und seiner Art zu tanzen. Auf der Bühne schwang er so sexy mit der Hüfte, dass die Fans reihenweise in Ohnmacht fielen und er „Elvis the Pelvis“ (das Becken) genannt wurde - was er selbst gar nicht mochte und weswegen er in der Anfangsphase seiner Karriere im Fernsehen nur von der Hüfte an aufwärts gezeigt werden durfte. So war es kein Wunder, dass er damals vom Nashviller Polizeipräsidenten als „Gift für die Jugend und Gefährder der ganzen Nation“ diffamiert wurde. Nach seinem überraschenden Tod hörte sich das allerdings ganz anders an: „Elvis Presley war einzigartig und unersetzlich und hat die weiße Country-Musik mit dem schwarzen Rhythm and Blues vereinigt“, so der damalige US-Präsident Jimmy Carter. Er habe damit zur Versöhnung einer ganzen Nation beigetragen.

Im Innersten war Elvis verletzlich und hatte viel Zuwendung nötig, schrieb seine Frau Priscilla. Darauf nahmen jedoch weder das Showbusiness noch sein umtriebiger Manager „Der Cornel“ Rücksicht: 57 Shows am Stück in Las Vegas - täglich zwei und das sieben Tage die Woche - nur ein Beispiel der Belastungen, denen Elvis immer wieder ausgesetzt war und die er offenbar nur noch mit einer täglichen Vielzahl von Medikamenten meisterte.

Trotz seiner vielen Filme wird vor allem seine Musik immer in Erinnerung bleiben, die Einflüsse von Country, Rhythm and Blues und Gospels vereinigte. Und für viele klingt sie noch heute melodischer und hörbarer als so manche aktuellen Hits.

Verarbeitet hat Elvis in seinen Liedern auch persönliche Erfahrungen wie mit seiner Tochter Lisa Marie („Mary in The Morning“), die Trennung von seiner Frau Priscilla („There goes my Everything“) oder seinen Aufenthalt als Soldat in Deutschland („Muss I denn zum Städtele hinaus“). Neben diesen Songs erfreute sich das Publikum an „Thats Allright“, „Blue Moon“, „King Creole“, „Fever“, „How Great Thou Art“, „In The Ghetto“, „Love Me Tender“, „Look like an Angel“, „Memories“, „Hound Dog“ und anderen Liedern aus allen Schaffensperioden.
Stefan Schaels kam in schlichtem Schwarz und hatte auf den Glitzeranzug mit Schlaghosen verzichtet. Umso intensiver hatte er sich mit der Lebensgeschichte Presleys befasst. Er zeichnete ein Porträt des Stars und sang dessen berühmteste Titel so überzeugend, dass er zweimal Zugaben geben musste: Weihnachtliches („Santa Claus“ und „White Christmas“) und mit „Long Tall Sally“ einen Rock-Klassiker. Und wenn man die Augen geschlossen hielt, meinte man, Elvis singe höchstpersönlich im Feuchter Zeidlerschloss.                

Text/Fotos: Herbert Bauer (Der Bote)

 

 

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