Grüne Hausnummer zum 1. Mal in Feucht übergeben

15.03.2019

Grüne Hausnummer zum 1. Mal in Feucht übergeben
Bildquelle:
Markt Feucht
„Wir haben hier mitgemacht, weil wir andere Leute auch dazu motivieren möchten, einfach mal den Antrag auszufüllen und zu schauen, ob es schon zur Grünen Hausnummer reicht“, sagt Bernd Märzluft, und seine Frau Ina schließt sich an: „Und wenn noch eine Kleinigkeit fehlt, um die benötigte Punktzahl zu erreichen, dann kann man das ja noch angehen – wir zum Beispiel konnten unter anderem mit unserem Insektenhotel punkten.“

Familie Märzluft aus Moosbach waren neben Hermann Hagel und Sieglinde Heisler die ersten, denen die Grüne Hausnummer des Marktes Feucht überreicht wurde. Im März bekamen sie vom ersten Vorsitzenden des Umweltbeirates das Zeichen für eine nachhaltige Lebensweise. Ernst Klier freute sich über diese beiden ersten Auszeichnungen: „Grüne Hausnummern gibt es übrigens in Bayern schon öfter, unter anderem in Neumarkt, Schweinfurt und Hilpoltstein. Wir haben die Hoffnung, dass wir jedes Jahr Grüne Hausnummern vergeben können und dass so der Gedanke des Klimaschutzes auch in Feucht immer sichtbarer wird.“

Um die Grüne Hausnummer zu bekommen, muss man sich im Rathaus oder Bauamt die Broschüre „Grüne Hausnummer“ holen. Sie ist in die Kategorien Energie/Haustechnik, Baustoffe, Natur-kapital und Nachhaltigkeit aufgeteilt. Der Hauseigentümer (oder die Eigentümergemeinschaft) wählt bei den einzelnen Unterkategorien aus, was auf das Wohngebäude oder die Außenfläche zutrifft. Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem. Hat man die Mindestpunktzahl erreicht, kann man den Antrag beim Markt Feucht einreichen, wo er dann geprüft wird.

Die beiden ersten Familien, die die Auszeichnung nun erhalten haben, haben ihre Anwesen jeweils insgesamt nachhaltig gestaltet. Familie Märzluft hat ein Südtiroler Holzhaus, bei dem bis auf den Putz und die Fenster alles aus Holz besteht, sogar die Dämmung. Es ist umgeben von einem Nutzgarten mit Streuobstwiese, Beerensträuchern, Eigenkompostierung und Insektenhotel – um nur die wichtigsten Dinge zu nennen. Ina Märzluft: „Wir möchten unseren Kindern zeigen, dass das Obst und Gemüse wächst, dass die Natur uns das Essen liefert.“ Luca und Lara wachsen darüber hinaus auch im wahrsten Sinne des Wortes in einer guten Atmosphäre auf: „Für die Kids ist das Klima im Haus durch das ganze Holz gigantisch“, meint Vater Bernd.

Sieglinde Heisler und Hermann Hagel wohnen auch in Moosbach. Das Ehepaar steht für eine nachhaltige Lebensweise. Ihr Haus hat Böden aus Holz und Stein. Es konnte überdies unter anderem mit einer Fassaden- und Dachbegrünung sowie Brauchwassernutzung punkten. Zisterne, Ei-genkompostierung, Wiese und Gartenteich waren weitere wichtige Kriterien. Einfach war es für das Paar nicht, die Auszeichnung zu erhalten: „Alte Häuser, auch wenn sie einen guten Garten und alten Baumbestand haben, haben es wegen der Dämmung schwer. Da trifft es eher automatisch neue Häuser“, meint Hermann Hagel, der die Diskussionen um die Grüne Hausnummer im Um-weltbeirat bereits vor Jahren als Marktgemeinderat mitbekommen hat. „Trotzdem glaube ich, ganz viele Häuser könnten die Grüne Hausnummer bekommen, man muss es einfach nur ausprobieren. Wir wollen die Leute anspornen, in dieser Richtung aktiv zu werden.“

In Moosbach werden also bald zwei neue Hausnummernschilder hängen – einmal an einem neuen Haus, einmal an einem alten. Wer sich auch dafür interessiert, kann sich die Broschüre mit allen Infos in der Rubrik Bürgerservice unter „Flyer & Broschüren“ herunterladen. Ansprechpartnerin beim Markt Feucht ist Gabriele Kaiser: gabriele.kaiser@feucht.de, Telefon 09128/ 91 67 - 48.

 

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