Lieder von der Insel zum Träumen - Gabriele Schuh und Peter Corbett spielten im Feuchter Zeidlerschloss

27.02.2019

Lieder von der Insel zum Träumen - Gabriele Schuh und Peter Corbett spielten im Feuchter Zeidlerschloss
Bildquelle:
Dorothée Krätzer
Bezaubernde Fotos malerischer Landschaften, jede Menge Musik zwischen traurigem Liebeslied und mitreißender Tanzmusik, dazu kleine Geschichten und Infos rund um die Iren – das alles hatte das Gabriele Schuh Duo für seine „Irish Dreams“ im Gepäck.

Nach ihrem ersten Konzert in Feucht vor vier Jahren gab es nun die Gelegenheit, sie auf Einladung des Kulturbüros der Marktgemeinde im Duo mit Peter Corbett wieder zu hören. Mit den angekündigten „Songs and Impressions of Ireland“ eine abendfüllende Reise auf die grüne Insel unternehmen – diesen Wunsch hatten viele Gäste und so war des Zeidlerschloss bestens gefüllt.

Frisch, sympathisch und charmant führte Schuh durch den Abend. Schon bei ihrem ersten Besuch in Irland vor rund 30 Jahren hatte es bei der Fränkin „gefunkt“. „Und wen Irland ins Herz geschlossen hat, den lässt es nicht mehr los – und umgekehrt“, stellte sie fest. Seitdem pendelt die Sängerin aus Stein bei Nürnberg zwischen ihrer irischen Wahlheimat und Franken, wuchs dabei so nach und nach in die irische Musik hinein.

Ungekünstelt und so, als ob man sich unter Freunden zum Musikmachen und Singen im Wohnzimmer trifft, ging’s durch das Programm – mit Gitarre, irischer Rahmentrommel Bodhrán, gespielt von Schuh.

Mit viel Gefühl sang sie ihre Parts, zu denen sie sich auf der Gitarre begleitete. Natürlich darf bei solcher Musik die typische Fiddle / Geige nicht fehlen. Fiddle und Gitarre spielte Peter Corbett aus Dublin, der in vielen Bands mitwirkte und unter anderem seit 2011 auch als Mitglied der „Matching Ties“ bekannt ist.

Und dass alle Iren singen können, ist ja – wie ihre Liebe zum Erzählen und Ausschmücken - hinreichend bekannt. So ging es mit Liedern aus der schottisch-irischen Musikrichtung mal instrumental, oder abwechseln von Schuh und Corbett gesungen stimmungsvoll durch die verschiedenen Musikstile. Auf eine melancholische Liebesballade wie „Grace“ über den irischen Revolutionär Joseph Mary Plunkett, der kurz vor der Hinrichtung seine Grace heiratet, folgte eine Hommage an den Kartoffelbrei („Cochannon“), danach schwungvolle Jigs und Reels.

Sie fuhren sofort in die Beine und es fiel schwer, ruhig sitzen zu bleiben. Zwischen die weniger bekannten Lieder hatten Schuh/Corbett Bekanntes gemischt. So konnte man bei „Molly Malone“ den Refrain mitsingen, bei „Dream a little Dream“ (bekannt durch die Band „The Mamas and the Papas“) mitträumen, oder dem Country-Lied „When you say nothing at all“ (Keith Whitley) von 1988 lauschen. Dank Ronan Keatings Coverversion ist letzteres zurzeit wieder ein Hit. Großartig, wenn Corbett zu Schuhs Begleitung auf der Trommel loslegte, temperamentvoll die Geige spielte und beispielswiese über die wechselnden Gefühle bei „Don’t come again“ sang.

Viel Beifall für diesen kurzweiligen Abstecher nach Irland, das mit seiner Melancholie und Lebensfreude seinen eigenen Zauber ausübt.

Text und Foto: Dorothée Krätzer

 

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