Fränkisches Musikkabarett mit „Die Namenlosen“

12.02.2019

Fränkisches Musikkabarett mit „Die Namenlosen“
Bildquelle:
Herbert Bauer
Alle in der Reichswaldhalle waren sich einig: „Zeit is“, das Musikkabarett der Namenlosen mit den Schwerpunkten Musik, Mundart und Franken, war ein voller Erfolg.

„Wenn man was tou will, soller‘t ma es a tou, sonst lässt des an ka Rouh.“ Und Gottseidank hat es den Namenlosen keine Ruhe gelassen und sie haben es erfolgreich gewagt: ihr erstes Kabarettprogramm auf der Bühne der ausverkauften Reichswaldhalle. Es war mal lustig, mal nachdenklich, mal laut und mal leise - und dieser Wechsel zwischen Heiter und Besinnlich kam bei den Gästen bestens an.

Thomas Schneele und seine Mitstreiter haben zwar schon „einige Roststellen“, „ein paar Kratzer im Lack“ und „das eine oder andere Ersatzteil“, aber „insgesamt sind wir immer noch gut drauf“ - und das sieht und hört man. Zusammen mit Klaus Flemming am Kontrabass, Joe Köstler an der Trompete, Mathias Rösel an Klarinette und Saxofon und Dr. Michael Tschöpe (Gitarre und Banjo) spielt „der Thomas“ die Quetsch’n, singt mit ihnen und erzählt zwischendurch lustige und nachdenkliche Geschicht‘la.

Die Fernsehwerbung vor Acht („Nicht mehr müssen müssen“), die „ausgewogenen“ Ernährungsempfehlungen der Apotheken-Umschau („Mein liebstes Krustentier ist immer noch des Schäuferla“), die vielfältigen Möglichkeiten des Seniorensports („I mou was dou“) oder die Gefühle eines Opas, der seiner Enkelin auf jeden Fall das Schafkopfen beibringen wird - der Thomas kommentiert alles mit Witz, Hintersinn und lebenspraktischen Tipps.

Den „Kupf“ vergleicht er mit einer riesigen Halle mit vielen Kisten und Regalen - und jeden Tag schiebt man etwas Neues hinein. „Was Du suchst, das findest Du oft nicht mehr, über anderes stolperst Du und plötzlich taucht in den Regalen etwas längst Vergessenes wieder auf - kurzum: Hinter der Platt’n ist viel los.“ Nicht nur da schauen sich viele im Publikum an und sagen „Recht hat er“.

„Über sich selber lachen hat schon vielen geholfen“, sagt er - und über die Gschichtla vom Thomas lachen sicher auch. Und zwischendurch sorgen Liedla in fränkischer Mundart mit leisen und immer wieder lauten Tönen für beste Unterhaltung. Die Texte stammen übrigens alle aus eigener Feder, und auch die Musik vieler Lieder. Die Namenlosen sind gut drauf – und das überträgt sich auch auf das Publikum.
„Älterwerden ist nichts für Feiglinge“, sagt der Thomas. Die fünf Namenlosen sind zwar an der Schwelle in der „Mitte des Lebens“ bzw. „a bissla drüber“, aber immer noch voll im Saft. Sie dachten sich: „Wenn mers etz net machen, simma fei z’spät dran.“
 
Gottseidank ham’ses etz g’macht – und hoffentlich mach’n s‘es bald wieder.

Text und Fotos: Herbert Bauer

 

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