Feuchter Kanalsystem ist top

04.02.2019

Feuchter Kanalsystem ist top
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Markt Feucht
Wir duschen, waschen, spülen – und weg mit dem Wasser über den Ausguss ab ins Kanalnetz. Was für uns im Alltag ganz selbstverständlich scheint, ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich. Das Abwassersystem im Ort braucht viel Pflege, um einwandfrei zu funktionieren.

Im Bauamt der Gemeindeverwaltung hatten die Mitarbeiter in den letzten Jahren viel mit diversen Kanalbauarbeiten zu tun. 2018 wurden dafür insgesamt 958.000 € ausgegeben. Eine wichtige Investition. Nun sind alle hydraulisch notwendigen Kanalsanierungsmaßnahmen vorerst abgeschlossen und die Abwasseranlagen funktionieren gut.

Damit das auch so bleibt, ist der Markt Feucht auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen: Alle 25 Jahre müssen sich die Grundstückseigentümer von privaten Haushalten eine Fachfirma holen, die die Grundstücksanschlüsse, Messschächte und Grundstücksentwässerungsanlagen prüft. Hier ist vor allem die Dichtigkeit wichtig. „Die Bürgerinnen und Bürger in Feucht kommen ihrer Nachweispflicht und Mitteilungspflicht vorbildlich nach, deshalb möchte ich auch im Namen der Gemeindeverwaltung ein Dankeschön an sie richten“, erklärt Feuchts Erster Bürgermeister Konrad Rupprecht.

Das Abwassersystem des Marktes Feucht liegt überwiegend im Mischsystem vor. Unter einem Mischsystem wird die gemeinsame Entsorgung des anfallenden Schmutz-, Fremd- und Nieder-schlagswassers in einer Kanalleitung verstanden.
In der Kläranlage wird das Abwasser der 14.000 Einwohner von Feucht und Moosbach mecha-nisch und biologisch gereinigt und anschließend dem Gauchsbach zugeführt. Ein einzelner Anwohner produziert am Tag ca. 130 Liter Abwasser, wobei hier auch die gewerblichen Abwässer der Feuchter Betriebe mit eingerechnet sind. Im Jahr werden somit durchschnittlich rund 1,10 Mio. m³ Abwasser in der Kläranlage gereinigt.

Bei dieser Masse an Durchfluss dürfte klar sein, dass einzelne Sanierungsmaßnahmen auch 2019 nötig sind. Nachdem die Kanalauswechslungen in offener Bauweise vorerst nun abgeschlossen sind, wird vermehrt mittels sog. Inlinerverfahren saniert. Dazu werden die Kanäle nicht aufgegraben, sondern es wird ein Gewebeschlauch in sie eingebracht, der dann an die Kanalwand gepresst wird und so die Schadstellen verschließt. Diese schnelle Art der Kanalsanierung reduziert die Beeinträchtigungen und Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger auf ein Minimum und ist auch erheblich billiger als die herkömmliche Sanierung durch Aufgraben.

Die Marktgemeinde ist auch in den nächsten Jahren weiterhin bemüht, durch die Aktualisierung, Sanierung und Verbesserung der Einrichtungen im Kanalnetz einwandfreien Abwassertransport und -reinigung gewährleisten zu können.

 

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