Energiespardorf in Feucht

28.09.2018

Energiespardorf in Feucht
Bildquelle:
Markt Feucht
„Ein ganzes Dorf braucht Energie – und wir bestimmen, wie!“ Das könnte der Schlachtruf der Schülerinnen und Schüler der Mittelschule und der Staatlichen Realschule Feucht sein.

Denn sie arbeiten derzeit an einem Projekt, das die Energie und den sparsamen Umgang mit derselben zum Thema hat.

Knapp drei Wochen lang findet man in der Lernwerkstatt der Mittelschule ein großes Modell mit Holzhäusern, dessen Gebäude elektronisch vernetzt sind: nimmt man die Dächer ab, findet man im Inneren bunte Schaltlämpchen, die Indikatoren für den Energieverbrauch sind.

Das „Energiespardorf Bayern“ ist ein innovatives Projekt des BUND Naturschutz. Die Pädagogen, die für den BUND Naturschutz tätig sind, unterrichten in den Projektwochen insgesamt 13 Klassen der Jahrgansstufen 8 bis 10.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich so gemeinsam in der Gruppe ganz anschaulich beim Ausprobieren Antworten auf folgende Fragen: Wie stellt man eigentlich die Stromversorgung eines ganzen Dorfes sicher? Und wie schafft man es, gleichzeitig den CO2-Ausstoß zu senken, den Flächenverbrauch zu vermindern und die Nahrungsmittelproduktion im Auge zu behalten? Und wie kann man dabei die unterschiedlichen Interessen in der Gesellschaft unter einen Hut bringen? Alles Themen, vor die unsere heutige Gesellschaft gestellt ist.

Die Kosten von je 100 € pro Tag werden für die Mittelschule vom Umweltbeirat des Marktes Feucht und für die Realschule von der Bürgerstiftung Feucht übernommen. Nach dem Aufbau des Modells informierten sich deren Vertreterinnen und Vertreter über die Funktionsweise des Energiespardorfes. Dabei testete der Dritte Bürgermeister Gerd Steuer begeistert, mit einem Fahrrad so viel Energie zu erzeugen, dass das Wasser in einem angeschlossenen Wasserkocher zu sprudeln beginnt.

Konkret erklärt: Wie funktioniert es?
Das „Energiespardorf Bayern“ ist ein interaktives Modell einer durch-schnittlichen bayerischen Gemeinde, die 8.000 Einwohner zählt, mit Wohnhäusern, Kleingewerbe und Landwirtschaft. Ebenso durchschnittlich ist der Energieverbrauch dieser Gemeinde. Die Schüler können aktiv den Energieverbrauch des Dorfes steuern, indem Sie Geräte zu- oder abschalten, Solaranlagen einrichten und vieles mehr. Wie im echten Leben diskutieren sie in einer fingierten Gemeinderatssitzung Anträge wie beispielsweise den Standort für ein Windrad.

Lehrreich und spannend wird aufgezeigt, warum es sich lohnt, energiesparend zu leben, und wie das jeder im Kleinen kann, auch nur dadurch, dass Geräte nicht auf Stand-by stehen bleiben.

Kern des Konzeptes ist das selbstständige Erforschen von Energiethemen und deren Zusammenhängen im Umfeld einer Gemeinde. Ziel soll sein, die Energieversorgung klimafreundlich zu gestalten und somit die Umwelt zu schonen.


Das Foto zeigt v.l.n.r.:
Ernst Klier (Vorsitzender des Umweltbeirats des Marktes Feucht), Manfred Göhring (Vertreter des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Feucht), Marion Buchta (Vorsitzende des Vorstands der Bürgerstiftung Feucht), Martina Mönius-Toro (Rektorin der Mittelschule Feucht), Barbara Rieß (Konrektorin der Mittelschule Feucht), Sophie Wurm (1. Vorsitzende BUND Naturschutz Ortsgruppe Feucht), Susanne Steiner (Konrektorin der Staatlichen Realschule Feucht), Gerd Steuer (Dritter Bürgermeister Markt Feucht), Hubert Rüttinger (Pädagoge BUND Naturschutz), Anita Bitterlich (Pädagogin BUND Naturschutz), Jeanette Thin (Markt Feucht)

 

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