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Schulordnung und Unterricht von anno dazumal

13.02.2018

Schulordnung und Unterricht von anno dazumal
Bildquelle:
Markt Feucht
Am Weiberfasching brachte ein Bürgermeister im Lehreroutfit sowie eine Schulordnung aus dem Jahr 1898 die Hexen von Feucht-fröhlich im Feuchter Rathaus zum Grübeln.

Gekonnt präsentierte sich Erster Bürgermeister Konrad Rupprecht in seiner Position als Lehrer, der den Hexen die Schulordnung bzw. die Hexenordnung sowie den Schulunterricht von 1898 lehrte.

Hexenordnung
Die Hexenordnung umfasste 12 Punkte, mit denen sich die Hexen aber nicht so recht identifizieren konnten, denn Textpassagen wie: „Während der Pause darf nicht gesprochen werden… Eine Hexe, die Tabak raucht, Alkohol in irgendwelcher Form zu sich nimmt… “ diese Worte waren für die Hexen völlig unverständlich. Auch, dass Flüge mit dem Besen während der Unterrichtszeit strengstens verboten sind, konnten sie nicht nachvollziehen.

Schulunterricht
In der Schule gibt es nicht nur eine Schulordnung, an die man sich halten muss, nein, es gibt auch einen Unterricht, und der besteht aus Rechnen, Lesen, Singen und Sport. Lehrer Rupprecht hatte für seine Hexenschülerinnen Plus- bzw. Minus-Rechnungen vorbereitet und sie auch darauf hingewiesen, dass malgenommen und geteilt werden muss. Alle Rechenaufgaben hatten einen Bezug auf die Zahlen 11 und 44: den Rathausturm am 11.11. und das 44jährige Jubiläum von der Faschingsgesellschaft Feucht-fröhlich.

Als Lese-Test gab es aus Wilhelm Buschs Max und Moritz, natürlich auf altdeutsch geschrieben, den Text: „Es lautet ein Beschluss, Dass der Mensch was lernen muss…“. Hexe Beate konnte diese Schrift hervorragend lesen, vielleicht kannte sie aber auch den vierten Streich von Max und Moritz und wusste ihn auswendig, wer weiß…, wie verhext.

Der Gesangsunterricht verlief problemlos. Bei der Hymne „Die Legende lebt“ konnten, wie im Hexenflug, gleich alle mit einstimmen. Auch der Sportunterricht war einfach zu absolvieren, einmal sportlich auf dem Besen durch den Sitzungssaal fliegen.

Das Thema Geschichte wurde auch noch kurz angesprochen, aber bei dem Portrait von Kaiser Wilhelm II. fanden die Hexen, dass sie dafür einfach zu „jung“ seien und das nicht wissen können.

Hexenparty
Auch die Hexen waren kreativ, sie hatten einen Schwung Partyspiele dabei. Am begehrtesten dabei waren natürlich die Männer vom Markt Feucht. Zu Anfang musste das Lied „Das rote Pferd“ auf einer Tröte als Ständchen geblasen werden. Der nächste Partykracher war dann das Sckokokuss-Essen. Mit den Händen auf dem Rücken mussten fünf männliche Kandidaten dem süßen Schokoschmaus ein Ende machen. Der Sieger bekam als Belohnung einen 5-Cent-Lolly geschenkt.
Dann ging es zum Gruppenspiel. Mit zwei Einwegkorken im Mund lasen die Männer, so deutlich wie möglich, Wörter vor, in der Hoffnung, dass die Anwesenden diese wiedergeben konnten. Die Spieler waren top in ihrer Artikulation.
Beim Würstchenschnappen blühten die Mitspieler dann so richtig auf. Zu den Partyspielen gehörte auch noch ein Wortspiel, bei dem ein Lied erraten werden musste, dessen Titel die Hexen mit durcheinander geworfenen Worten vorgaben.

Mit ihrem Jubiläumslied und der Verleihung des Hexenordens verabschiedeten sich die Besenreiterinnen aus dem Feuchter Rathaus.

 

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