Feucht ist Fairtrade-Gemeinde

02.02.2018

Feucht ist Fairtrade-Gemeinde
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Fairtrade
Feucht ist fair – und das nun ganz offiziell! Seit Ende Januar darf sich der Markt Feucht als Fairtrade-Gemeinde bezeichnen, der Titel wurde in einer Feierstunde im Rathaus von Manfred Holz, Ehrenbotschafter von Transfair e. V., verliehen.

Feucht ist damit die 525. Gemeinde in Deutschland und die 135. Gemeinde in Bayern, die diese Auszeichnung nach Erfüllung aller Kriterien tragen darf.

Manfred Holz ging in seiner Laudatio auf die Bedeutung des fairen Handels ein. Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten würden Kunden einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden leisten und somit aktiv Fluchtursachen bekämpfen. Er appellierte an die Verantwortung der Verbraucher und empfahl, möglichst nur noch bio, fair, regional und saisonal einzukaufen.

Erster Bürgermeister Rupprecht und Helmut Schleif, einer der Verantwortlichen des Weltladens „Der Faire Jakob“, dankten in ihren Grußworten vor allem der Fairtrade-Gruppe Feucht, deren Leiter Schleif ist, für ihr großes Engagement. Ihr Dank ging aber auch an alle Unterstützer im Einzelhandel, der Gastronomie und in den Schulen, Kirchen und Vereinen. Ohne diese Vielzahl an Mitstreitern wären die Kriterien nicht zu erfüllen gewesen, denn die Mindestanforderungen sehen vor, dass verschiedenste Akteure in Feucht Aktionen zum fairen Handel veranstalten und Produkte aus selbigem verwenden.

Ohne Rita Bogner, Marktgemeinderätin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die im Dezember 2014 per Antrag die Bewerbung als Fairtrade-Gemeinde angeregt hatte, wäre es zu dieser lokalen Vernetzung und dem Engagement für den fairen Handel wohl nicht gekommen. Ihr Antrag brachte den Stein ins Rollen. Es folgten Diskussionen im Hauptausschuss sowie im Ortsmarketing-Beirat und schließlich beschloss der Marktgemeinderat im März 2016, dass Feucht sich als Fairtrade-Gemeinde bewerben solle.

Im September 2016 wurde dann die Fairtrade-Gruppe Feucht gegründet. Unter der Leitung von Helmut Schleif koordinierte diese den Bewerbungsprozess. Die Mitglieder sprachen mit Einzelhändlern und Gastronomen und knüpften Kontakte in Vereinen und Schulen, um möglichst viele Mitstreiter von den Gedanken des fairen Handels zu überzeugen. Mit einer Bude auf dem Bürgerfest und dem Markt der fairen Möglichkeiten in der Reichswaldhalle organisierte die Gruppe auch selbst Aktionen zum fairen Handel. Nach gut einem Jahr intensiver Arbeit konnten schließlich im November 2017 die vollständigen Bewerbungsunterlagen eingereicht werden, die letztlich zur Auszeichnung führten.

„Der Tag heute ist nicht das Ende des Prozesses, sondern der heutige Tag markiert den Start-punkt: Jetzt geht’s erst richtig los! Wir hoffen auf viele weitere Mitstreiter in allen Bereichen!“, so schloss Erster Bürgermeister Rupprecht seine Rede. Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Duo Nathalie Haas und Michael Tschöpe mit lateinamerikanischen Klängen begleitet, deren Rhythmus ins Blut und Gesang mitten ins Herz ging.

Philipp Ankowski, Fairtrade-Beauftragter in der Verwaltung, gab zum Ende der Auszeichnungsfeier einen Ausblick auf die Aktivitäten in 2018. So sei wieder die Teilnahme der Fairtrade-Gruppe am Bürgerfest geplant und auch die regelmäßigen Treffen der Gruppe würden fortgeführt. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Gruppe beteiligen möchten, sind immer herzlich willkommen, die Termine findet man hier.

 

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