Amerikanischer Frühschoppen - Pan-America-Konzert im Schlossgarten

28.06.2017

Amerikanischer Frühschoppen - Pan-America-Konzert im Schlossgarten
Bildquelle:
Dorothée Krätzer
Besser hätte er gar nicht sein können - der erste, vom Veranstaltungsbüro des Feuchter Kulturkreises organisierte Frühschoppen war ein voller Erfolg. Im Park des Feuchter Zeidlerschlosses bildeten Musik, Essen und Getränke einen genussvollen Übergang vom späten Vormittag in den Nachmittag. Bei schönstem Sommerwetter hatten sich jede Menge Musikfreunde zur musikalischen Reise auf der Panamericana eingefunden, denn dazu hatten die Feuchter Musiker, das Duo Nathalie Haas (Gesang) und Michel Tschöpe (Gitarre) sowie die Pavel Sandorf Band eingeladen.
Ihnen bot sich beim Blick aufs Publikum ein malerisches Bild: Vor der Kulisse der hohen Bäume verteilten sich die Besucher wie bei einem Festival. Einige, wohl Openair-Erfahrene, hatten Decken, Klappstühle sowie Sonnenschirme mitgebracht, andere verteilten sich auf den Bänken – eine Idylle.

Doch ohne Musik wäre alles nur Staffage. Angelehnt an den Pan American Highway, durchstreifte die Musik die verschiedenen Länder des Kontinents. Sein Straßennetz verbindet den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd, von Alaska bis Feuerland. Schon Namen wie Argentinien oder Brasilien klingen ja nach Musik, wecken die Erinnerung an temperament- und stimmungsvolle Melodien sowie mitreißende Rhythmen, an Samba, Tango und Bossa Nova. Diesen widmeten sich Haas und Tschöpe, die den ersten Programmteil gestalteten. Unweigerlich erinnerten Lieder wie „Mas que nada“ oder „Tristeza“ an die bekannten Interpreten wie Astrud Gilberto oder Mercedes Sosa. Sie vermittelten ein Lebensgefühl, angesiedelt zwischen Lebensfreude und Melancholie, zwischen (Liebes-)Kummer, Trauer und Heimweh. Großartig wie Haas - mit ihrem Partner war sie schon öfters in Feucht zu hören - diese bekannten Stücke sang, dabei ihre eigene Interpretation ausdrucksvoll vorstellte. Für die Sängerin eine Art Heimspiel, denn ihre Mutter stammt aus Chile und so wuchs sie mit dieser Musik auf. Zusammen mit Tschöpes sensibler Begleitung bezauberten die beiden, denn allein mit Gitarre und Gesang wirken Lieder wie das großartige „Manha de Carnaval“ (aus dem Film „Orfeu Negro“) oder Klassiker wie „Girl from Ipanema“ besonders.

Als Übergang in die zweite Programmhälfte ließen Duo und Band zusammen mit „Night and Day“ oder „Don’t It Make my Brown Eyes Blue“ bereits das nördliche Amerika anklingen. Mit Sandorf (Saxophon, Klarinette und Gitarre), Keyboarder und Sänger Stefan Porzner, Max Köhler am Bass und Schlagzeuger Thorsten Seidl kam gleich jede Menge Swing in den Schlosspark. Klasse ihre Version des fantastischen und oft interpretierten „Ain’t no Sunshine“ (Billy Withers) mit seinen getragenen, markanten Bässen. Ganz ungewohnt dabei Bandleader Sandorf: Bekannt durch sein virtuoses Spiel an Saxophon und Klarinette, begeisterte hier sein Rock-Feeling an der Gitarre. Egal ob „Georgia“ oder „Route 66“ - es war ein Vergnügen, dem Quartett auf seiner Reise durch die bekannten Klassiker zu folgen. Großartig auch ihr „Blue Moon“ (Richard Rodgers und Lorenz Hart), das sehr träumerisch und sanft klang, so ruhig und entspannt sang es Porzner.

Ein in jeder Weise sonniger Frühschoppen mit großartiger Musik und dem hoffentlich ähnliche Veranstaltungen folgen.

Text und Fotos: Dorothée Krätzer



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