Thermografiemessung – eine spannende Sache

31.03.2017

Thermografiemessung – eine spannende Sache
Bildquelle:
Herbert Bauer
In einer eiskalten Januarnacht machten Mitarbeiter des Instituts für Energietechnik aus Amberg Aufnahmen von privaten und öffentlichen Gebäuden in Feucht und Moosbach, um thermische Schwachstellen zu finden. Nun wurden die Ergebnisse in der Reichswaldhalle präsentiert.
Der Einladung waren Bürgerinnen und Bürger des Marktes Feucht gefolgt sowie Mitglieder des Marktgemeinderates. Erster Bürgermeister Konrad Rupprecht begrüßte die Anwesenden und erinnerte daran, dass der Markt Feucht sich zum Ziel gesetzt hat, den CO2-Ausstoß langfristig um 30 Prozent gegenüber dem Jahr 2009 zu senken. „15 Prozent sind schon geschafft“, so Rupprecht. Für die weitere Reduzierung sei die Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger erforderlich, auch deshalb habe der Markt Feucht das CO2-Minderungsprogramm überarbeitet und die zahlreichen Fördermöglichkeiten erhöht.

In einem eindrucksvollen Vortrag von Anton Riedmayr vom Institut für Energietechnik Amberg wurden im Anschluss nicht nur die Ergebnisse der Thermografiemessungen vorgestellt. Der Fachmann gab auch vielfältige Hinweise, wie man eine energetische Sanierung angehen solle, was man beachten muss, um Feuchtschäden zu vermeiden und wann sich eine Sanierungsmaßnahme finanziell eher nicht lohnt.

So stellte er beispielsweise dar, dass bei einem Fenstertausch der Wärmedurchgangskoeffizient der Fenster schlechter sein muss als der der Außenwände. Beachtet man das nicht, ist Schimmelbildung vorprogrammiert. Deshalb und aus zahlreichen weiteren Gründen ist eine Energieberatung immer anzuraten.

Eindrucksvoll war auch der Vergleich von zwei repräsentativen Gebäuden: bei dem einen amortisieren sich die Maßnahmen in der Summe spätestens nach 16 Jahren, bei dem anderen beträgt die Amortisationszeit für Fenster 40 Jahre! Eine solche Maßnahme ist von daher wohl nicht wirtschaftlich, aber wenn die Fenster defekt sind, trotzdem dringend zu empfehlen.

Bei der Frage, ob man ein Gebäude mit 8 cm Dämmung nachdämmen oder die Dämmung gar austauschen sollte, verneinte Riedmayr. Eine zusätzlich aufgetragene Dämmung könnte zum Abriss der vorhandenen führen. Bei einem Austausch der vorhandenen Dämmung entstehen sehr hohe Entsorgungskosten, da es sich hier um Sondermüll handelt.

Im Anschluss an die Veranstaltung nutzten die Eigentümer, bei denen eine Thermografiemessung durchgeführt wurde, sehr intensiv die Möglichkeit, Anton Riedmayr konkrete Fragen zu ihren Ergebnissen zu stellen.

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