Bauarbeiten zur Regensburger Straße werden abgeschlossen

20.03.2017

Bauarbeiten zur Regensburger Straße werden abgeschlossen
Bildquelle:
Markt Feucht
Nach Jahren der Vorbereitung und einer Bauzeit von insgesamt zehn Monaten ist es nun soweit: Die Ausbauarbeiten an der Regensburger Straße werden diese Woche abgeschlossen. Einzig die Bepflanzung der Grünflächen und Querungsmöglichkeiten wird noch im Frühjahr erfolgen.
Am 11. April 2016 wurde mit der Neugestaltung der Hauptverkehrsstraße begonnen. Schon im Jahr 1995 war der Markt Feucht bestrebt, die Regensburger Straße (ehem. Staatsstraße 2401) im innerörtlichen Bereich zu einer Gemeindestraße abzustufen und somit auch die Verkehrssituation zu verbessern sowie Querungshilfen zu schaffen. Die letztendliche Umstufung konnte auf Grund von formellen Gegebenheiten erst zum 1. Januar 2015 erfolgen.

Knapp zwei Jahre zuvor, im Mai 2013, beschäftigten sich die gemeindlichen Gremien ausgiebig mit den vorgestellten Planungen des mit dem Ausbau beauftragten Ingenieurbüros Pongratz aus Nürnberg. So wurden vier mögliche Varianten diskutiert. Schließlich einigten sich die Mitglieder des Marktgemeinderates im November 2013 mehrheitlich über den Umfang zum Ausbau der Regensburger Straße. In den weiteren Planungsphasen wurden zudem die Bürgerinnen und Bürger im Dezember 2013 in der Reichswaldhalle über die Planungen informiert. Die Anregungen und Wünsche wurden in den fortlaufenden Entwürfen berücksichtigt.

Die Planungen wurden mit dem Landratsamt, dem Staatlichen Bauamt, dem Wasserwirtschaftsamt und der Polizeiinspektion Feucht (jetzt Altdorf) abgestimmt. Besonderes Augenmerk sollte bei allen Planungen auf die Führung des Radverkehrs gelegt werden sowie auf die Beibehaltung der vorgefundenen Straßenführung und die Einbindung der vier Ulmen ins Gesamtkonzept. Wegen der Vielzahl an Zufahrten wurde von einer Errichtung eines Radweges entlang der Straße abgesehen. Die Radfahrer können in Zukunft den ausgewiesenen Zweirichtungsradweg entlang „Am Lechle“ bis zur Breslauer Straße und dann den daran anschließenden Zweirichtungsradweg nutzen.

Im November 2015 konnten die Ausführungsplanungen dann im Bauamt eingesehen werden. Zudem wurden die Anlieger mit einem Informationsschreiben und bei persönlichen Gesprächen vor Ort über die zukünftige Baumaßnahme aufgeklärt. Im Folgenden wurden die Straßenbauarbeiten öffentlich ausgeschrieben und im weiteren Verlauf der Auftrag an die kostengünstigste Firma, die Fa. Scharnagl Hoch- und Tiefbau GmbH aus Weiden, vergeben. Über die gesamte Bauausführung informierte der Markt Feucht mit aktuellen Plänen und Baustellenbildern auf der gemeindlichen Homepage www.feucht.de.

Im Zuge des Ausbaus der rund 1020 m langen Kommunalstraße wurde die bestehende Fahrbahnbreite von 7,50 m auf 6,50 m verringert und mit lärmminderndem Asphalt, sogenannten Flüsterasphalt, ausgebaut. Durch die Neuordnung und Neuschaffung der Parkflächen rücken nun parkende Autos von der Fahrbahn, sodass die Verkehrssicherheit verbessert und ein ungehinderter Verkehrsfluss innerorts entsteht. Die jeweils beidseitig verlaufenden Gehwege wurden neu gestaltet und in Teilbereichen auf zwei Meter verbreitert. Auf Grund des geradlinigen Straßenverlaufs und der vorhandenen großzügigen Straßenbreite fuhren früher viele Fahrzeuge mit sehr hohen Geschwindigkeiten in den Ort ein, sodass auch ein Überqueren der Fahrbahn für Radfahrer und Fußgänger gefährlich war. Lediglich ein Fußgängerüberweg auf Höhe Bogenstraße/Buchenstraße war vorhanden. Zwei neu errichtete Verkehrsinseln im Bereich der Einmündung von Hutanger/Am Lechle und Breslauer Straße, welche behindertengerecht ausgebildet wurden, werden die Verkehrssicherheit nun zudem steigern. Hier war es auch notwendig, den Durchlass des Lechlebaches um 5 m zu verlängern.

Zudem befindet sich nun im Bereich Spinnbahn/Wiesenstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h. Am Ortsausgang, der zur B8 führt, wurde eine Mittelinsel errichtet, welche den Verkehr schon vor dem Ort einbremsen soll. Als abschließende Baumaßnahme wurde in den letzten Wochen die Infobucht errichtet.

Auch die Feuchter Gemeindewerke GmbH war an den gesamten Bauarbeiten beteiligt. Bestehende Versorgungsleitungen für Beleuchtung, Strom, Gas und Wasser sowie technisch nicht mehr einwandfreie Hausanschlüsse wurden erneuert. Auf Grund der räumlichen Nähe wurde des Weiteren eine hydraulisch notwendige Kanalauswechslung im Walburgisweg durchgeführt.

Wegen der großen räumlichen Ausdehnung wurde die Maßnahme in vier Bauabschnitten durchgeführt. So wurde eine möglichst geringe Beeinträchtigung für umliegenden Anwohner erzielt.
Begonnen wurde im Bereich der Einmündung in die Hauptstraße, die restlichen Abschnitte wurden sukzessive in Richtung Ortsausgang angegangen. Die Verzögerungen – eigentlich sollten alle Bauarbeiten bereits im Herbst 2016 abgeschlossen sein – waren nicht vorhersehbar. Ein relativ feuchtes Frühjahr 2016 und eine Frostperiode im letzten Winter sowie in Teilen schlechte Bodenverhältnisse, welche eine Kompletterneuerung der Straße notwendig machten, verlängerten die Maßnahme. Außerdem mussten aufwändige Tiefbauarbeiten an den Versorgungsleitungen vorgenommen werden. Nicht zuletzt gab es diffizile Anpassungen an den Zuwegen der Privatgrundstücke.

Zusätzlich zu den Arbeiten in der Regensburger Straße wurde der Kurvenbereich kurz vor der Einmündung in die B8 neu asphaltiert, da es in der Vergangenheit dort immer wieder aufgrund der schlechten Griffigkeit der Straßenoberfläche zu Unfällen gekommen war. Als weitere Maßnahme wurde der Schwarzenbrucker Weg gepflastert.

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 1,35 Millionen Euro. Da es sich beim Ausbau der Regensburger Straße um eine förderfähige Maßnahme im Sinne des Bayrischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (BayGVFG) handelt, wurden dem Markt Feucht von Seiten der Regierung von Mittelfranken eine entsprechende Förderung in Höhe von 150.000 Euro genehmigt. Des Weiteren kann die Maßnahme über einen Antrag auf Städtebauförderung (StBauFG) bezuschusst werden. Hier wurde eine Förderung von 55.000 Euro in Aussicht gestellt.

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