RSSTerminkalender
 
September 2020
MoDiMiDoFrSaSoKW
 12345636
7891011121337
1415161718192038
2122232425262739
282930 40
Erweiterte Termin-Suche

Klicken Sie für Ihre Auswahl
auf den gewünschten Tag
oder die Kalenderwoche
Das Wetter für Feucht

15 - Wappen am Pfinzingschloss und Herrenhaus in der Gauschsmühle

15 - Wappen am Pfinzingschloss und Herrenhaus in der Gauschsmühle
Bildquelle:
wikipedia
Wappen am Pfinzingschloss und Herrenhaus in der Gauschsmühle.
1. Pfinzingschloss
Am und im Pfinzingschloss sind zwei Wappen zu finden. Die Wappen befinden sich über der Eingangstür am Nordgiebel außen und innen.

Beschreibung des äußeren Wappens
Außen ist das Wappen der Scheurl mit der Jahreszahl 1682 zu finden.
Der Ratskonsulent (juristisch kundiger Ratgeber) Dr. Christof Gottlieb Scheurl kaufte das Schloss 1682. Die Familie besaß das Schloss bis 1823.
Die Familie Scheurl v. Defersdorf auf Mornek war bereits 1580 gerichtsfähig, ab 1729 ratsfähiges Geschlecht der Reichsstadt Nürnberg, ab 1884 Bayerische Freiherren.
Das Wappen zeigt ein sogenanntes vermehrtes Wappen beziehungsweise verbessertes Wappen. Diese wurden von Adelsfamilien höheren Ranges geführt. Feld 1 und 4: das Stammwappen, in Rot ein aufspringender silberner Panther (Pantier). Feld 2 und 3: in Blau ein goldener Schrägbalken. Auch wenn hier keine "Flammen" aus Mund, Ohren und After kommen, erkennt man das Pantier an der Mischung aus Hinterläufen mit Hufen, Adlerklauen als Vorderbeine, Löwenmähne, Stierhörner etc. als ein Fabelwesen, das alle Tiersorten in sich vereinigt, ein wahres Pan-Tier.

Unten ist das komplette Wappen in Farbe zu sehen. Auf dem dargestellten Stammhelm ist auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender silberner Panther (Pantier) gesetzt. Das in Stein gemeißelte Wappen am Pfinzingschloss ist ohne diese weiteren Verzierungen dargestellt, enthält aber zusätzlich oben eine aufgesetzte Krone, die üblicherweise auf einen Adelsstand hinwies und unten einen knieenden Engel.
   
Beschreibung des inneren Wappens
Über der Eingangstür des Schlosses innen ist ein Wappen mit der Jahreszahl 1568 angebracht. Das Wappen bezieht sich auf Georg Tetzel, der das Schloss nach der Zerstörung im 2. Markgrafenkrieg kaufte und wieder aufbaute, und auf dessen beide Ehefrauen Barbara Fütterer und Magdalena Pfinzing. In der Mitte die aufspringende Katze (gespiegelt), links unten das Wappen der Fütterer und rechts unten das Wappen der Pfinzing. Es handelt sich um ein sogenanntes Allianzwappen und zeigt die Verbindung der Familien von Tetzel, von Fütterer und von Pfinzing. Zeigt das Wappen des Mannes ein Tier, so muss die Schildfigur sich dem Wappen der Frau zuwenden.
In unserem Falle wendet sich die Tetzelkatze dem Wappen der Magdalena Pfinzing (seiner noch lebenden Frau) zu. Das Allianzwappen wird geziert durch die Anordnung eines Spangenhelmes (auch Bügelhelm) und die Darstellung einer reich gegliederten sogenannten Helmdecke. Die Wappen, wie auch die Helmdecke, zeigen die historisch begründeten Familienfarben auf. Für die Familie v. Tetzel rot/weiß, für die Familie v. Fütterer rot/weiß und für die Familie v. Pfinzing gelb/schwarz. Die Form der Krone weist auf einen nicht betitelten Adelsstand hin.  

Quellen: Das Pfinzingschloss, Fischer + Kiener, Feucht (Galerie Foto 3 bis 7)
https://de.wikipedia.org/wiki/Patriziat_%28N%C3%BCrnberg%29 (ext)
www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien2/galerie1387.htm (ext)


2. Herrenhaus Gauchsmühle
Ein Allianzwappen der Patrizierfamilien Grundherr von Altenthann und Weiherhaus sowie der Familie Oelhafen von Schöllenbach befindet sich über dem Eingangsportal des Herrenhauses Gauchsmühle.

Das Wappen der Familien Grundherr (in Rot ein goldgekrönter, rotbezungter halber silberner Löwe) und der Familie Oelhafen zeigt (ein steigender goldener Löwe, in dessen rechter Pranke ein goldener Ölkrug; in den Feldern 2 und 3 das Wappen der Pfinzing, ein schwarzer Adler in Gold und ein silberner Ring in Rot, eingearbeitet). Die Jahreszahl 1745 weist auf das Jahr des Wiederaufbaus des Herrensitzes hin, nachdem Leonhard von Grundherr das alte baufällige Gebäude hatte abreißen lassen. Auffällig ist die Blickrichtung des Grundherr‘schen Löwen. In der Regel würde der Löwe in einem Allianzwappen gespiegelt zur Mitte hin angebracht werden.
       
Quellen: Giersch, Robert: Archivalien zur Geschichte des Schlosses Gauchsmühle (Galerie Foto 8 bis 11)
https://de.wikipedia.org/wiki/Grundherr_von_Altenthann_und_Weiherhaus (ext)
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfinzing_von_Henfenfeld (ext)
Impressum  ·  Datenschutzerklärung   ·  © 2009-2020 Markt Feucht  ·  info@feucht.de  ·  Erklärung zur Barrierefreiheit nach oben
Thema abonnieren

Geben Sie hier Ihre eMail-Adresse ein, um per eMail über neue News in dieser Kategorie informiert zu werden:


« Zurück zur vorherigen Seite