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21 - Weitere Mosaiken, Sgraffitis und Graffitis

21 - Weitere Mosaiken, Sgraffitis und Graffitis
Bildquelle:
AKC
Graffiti, ital. Singular Graffito, steht als Sammelbegriff für thematisch und gestalterisch unterschiedliche sichtbare Elemente, zum Beispiel Bilder, Schriftzüge oder sonstige Zeichen, die von Personen mittels verschiedener Techniken auf Oberflächen oder durch Veränderung dieser im privaten und öffentlichen Raum erstellt wurden. Graffitis werden zumeist unter Pseudonym und ohne Genehmigung gefertigt.
So definiert die Internet-Enzyklopädie WIKIPEDIA „Graffiti“. Bereits vor ca. 4500 Jahren finden sich im Alten Ägypten privat gekratzte Inschriften. Graffitis lassen sich in allen Epochen der Geschichte nachweisen. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Graffiti ext.)

Für die meisten Menschen ist der Begriff Graffiti negativ belegt. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung empfindet Graffiti als Verunstaltung und puren Vandalismus. Kein Bereich ist davon ausgenommen. Man denke nur an die Schmierereien an öffentlichen Gebäuden, an Verkehrswegen, Verkehrsmitteln usw.
 
Andererseits sind Graffitis durchaus als eine Kunstform anerkannt. In den letzten Jahren sind sehenswerte Auftragsarbeiten an öffentlichen, aber auch privaten Gebäuden entstanden.
Im Gegensatz zu Graffitis handelt es sich bei Sgraffito (Plural: Sgraffiti) um eine Kratztechnik. Sgraffito ist vom italienischen Verb sgraffiare, deutsch kratzen, abgeleitet. Es handelt sich um eine Technik zur Bearbeitung von Wandflächen durch Auflage verschiedenfarbiger Putzschichten.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sgraffito ext.)

Das wohl bekannteste Graffiti in Feucht findet man an der nördlichen Rückwand der Reichswaldhalle.
Der Bauausschuss des Marktes Feucht befasste sich in seiner Sitzung im November 2004 erneut mit der Frage, wie man die hässliche Wand zum NORMA-Parkplatz im Ortskern attraktiver gestalten kann. Vier Varianten standen zur Wahl. Eine Möglichkeit war ein Graffiti, das Lars Asmus kostenlos anfertigen würde. Lediglich die Material-kosten sollte der Markt Feucht übernehmen.

Der Architekt Werner Fischer hielt zu Beginn der Sitzung ein Plädoyer für das Graffiti: „In der Hauptstraße und im Ortskern kommen ohnehin nur historisierende Fassaden in Frage. Diese Wand eröffnet die seltene Möglichkeit, in Feucht auch einmal Aufgeschlossenheit für Modernes, Jugend und Kunst zu zeigen. Ein Graffitigemälde mit kräftigen Farben wäre ein Blickfang und würde den Hinterhofcharakter auflösen.

Bei Lars Asmus handle es sich nicht um einen „wilden Sprayer“, sondern um jemanden, der Kunst studiert hat und diese Werke professionell als Auftragsarbeiten erstellt.“ Nun war es an Lars Asmus, ein damals noch in Feucht wohnhafter Künstler, das vorgesehene Werk den Bauausschussmitgliedern zu erläutern, das er zusammen mit seinen Kollegen Julian Vogel und Heiner Kies entworfen hatte: Zentral ist das künstlerisch veränderte Wappen der Gemeinde mit dem Zeidlerschützen zu sehen. Im rechten Bildbereich ist eine Landschaft mit Wald und Wiese dargestellt, die für Feucht als „Markt im Grünen“ steht. Zur linken ist die moderne Seite der Gemeinde zu sehen, die sich aus dem Zeidelwesen entwickelt hat. Die abstrakter gehaltene Darstellung zeigt, wie aus der Grundform der Waben, in denen sich teils noch Bienen bewegen, moderne Firmen und einzelne Gebäude wachsen.

Der Bauausschuss war von der Vorstellung überzeugt. Mit 5:2 Stimmen befürwortete er das moderne Kunstwerk. Die Künstler konnten ans Werk gehen.

Im Sommer 2005 war es dann so weit: „Der Bote“ berichtete darüber, dass die bislang mit Planen verhängte Reichswaldhallen-Rückwand in neuem Glanz erstrahlt. Im Beisein von 1. Bürgermeister Konrad Rupprecht, den Künstlern und weiteren Offiziellen wurde das Kunstwerk den Bürgern übergeben. Die Reaktionen von Passanten waren durchwegs positiv. Feucht hatte nun etwas „Einmaliges“.
 
Es ist schade, dass Schmierfinken viele Graffitis verschandelt haben. Das Graffiti, das die Kinder der Kath. Kindertagesstätte St. Katharina in der Wohlauer Straße zur Verschönerung der Fußgängerunterführung unter der Bahnlinie beim S-Bahnhaltepunkt Feucht-Ost gestaltet hatten, ist zerstört. Schade, hatten sich die Kinder doch so große Mühe gegeben.

Genauso sollte das Graffiti in der Brückkanalunterführung dem unschönen Beschmieren von Beton zuvorkommen, hatte sich die Gemeinde Feucht ausgedacht.
Sie hat die Jugend der Gemeinde aufgefordert, die kahlen Betonwände der Fußgängerunterführung unter der B 8 zum Brückkanal farblich zu gestalten. Acht Künstler aus der Stammbesucherschaft des JUZ sprühten schließlich bunte Graffiti auf die kahlen Betonwände.
Die nötigen Farbspraydosen finanzierte der Markt Feucht.
Es ist schade, dass Schmierfinken das ursprüngliche Werk verschandelt haben. Die damalige Gestaltung lässt sich aber noch gut erkennen.

Die Gemeinde Feucht sieht Graffitis grundsätzlich positiv. In „Der Bote“ vom 19.12.2013 war zu lesen, dass bei der Planung zum neuen Hort- und Mensagebäude in der Schulstraße neben dem Eingang eine Fläche für Graffitis freigehalten wird.

Wieder eine Gelegenheit, dass sich ambitionierte Künstler verwirklichen können.

Das Sgraffito an der Wand der Kindertagesstätte
Die Westseite des Vorplatzes der Kath.Kirche schließt das Gebäude der Kindertagesstätte ab. In einem Sgraffito (Kratzputz) an der Hauswand ruft Jesus einige Kinder zu sich.
    

Das Pfarrzentrum mit dem Mosaik des Hl. Thomas Morus
Durch einen kleinen Torbogen gelangt man von dieser Seite auf kurzem Weg zum Pfarrzentrum. Über dessen Portal prangt ein Mosaik, das den Hl. Thomas Morus zum Thema hat.

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