Rathaus Feucht erneut von Narren überwältigt

25.11.2015

Rathaus Feucht erneut von Narren überwältigt
Bildquelle:
Markt Feucht
Mit dem Einzug der Faschingsgesellschaft Feucht-fröhlich und den Treidel-Musikanten aus Schwarzenbruck wurde am 11. November 2015 um 16.11 Uhr der Kampf um den Rathaus-schlüssel in Gang gesetzt.
In diesem Jahr begann der Rathaussturm eine Stunde früher, was aber zahlreiche Schaulustige nicht davon abhielt, dem Spektakel beizuwohnen.

Charmant begrüßte Präsident Markus Frank sowohl den Ersten Bürgermeister Konrad Rupprecht und die Zweite Bürgermeisterin Katharina von Kleinsorgen als auch alle anwesenden Ehrengäste und Zuschauer. Unter den Gästen befanden sich der stellvertretende Landrat Norbert Reh, Mecki Binder, Ehrenpräsident der Faschingsgesellschaft Feucht-fröhlich, Richard Willandsheimer vom Fastnachtverband Franken sowie Kreis- und Gemeinderäte.

Konrad Rupprecht konnte in diesem Jahr zur Begrüßung nicht an einem der Fenster erscheinen, denn er hatte sich in seinem Büro regelrecht verbarrikadiert, um es den Feucht-fröhlichen so schwierig wie möglich zu machen.

Mit Konfetti-Kanonen bewaffnet ließ der Präsident seine Garde auf das Rathaus schießen, um zu zeigen, wie ernst ihm der Sturm des Rathauses ist. Da diese Aktion keinen Erfolg zeigte, schickte er ein mittelalterliches „Exekutionskommando“ mit einem Henker und einer Schandgeige in das Zimmer des Rathauschefs.

Das Büro von Rupprecht wurde aber gut durch einen Bodyguard bewacht, und er selbst war gefesselt und mit Handschellen an seinem Sessel fixiert.

Um den Ersten Bürgermeister aus seinem Zimmer zu bekommen, musste das „Exekutionskommando“ Hand anlegen und den Chef des Rathauses mit samt dem Sessel aus dem Rathaus hinaus bis auf die Bühne tragen. Was buchstäblich keine leichte Aufgabe war…
Eine Leichtigkeit dagegen war es, die Zweite Bürgermeisterin Katharina von Kleinsorgen zu fesseln und abzuführen.

Auch wenn die „schwere“ Aktion vollbracht war, wollte Rupprecht den Rathausschlüssel nicht so einfach abgeben. Und so hatte sich Feucht-fröhlich noch einen Wettstreit dafür ausgedacht. Als Vorsorge zum Erhalt des heimischen Waldes hatte man herumliegende „Birkenkrüppelstämmchen“ eingesammelt und aufgestellt. Zwei Teams, Feucht-fröhlich und Marktgemeinderäte, sollten dann um die Wette diese Stämmchen durchsägen. Da der Rathaus Chef schon witterte, dass das Sägeblatt des Teams „Marktgemeinderäte“ stumpf ist, hatte er diesen geraten, die Stämmchen zu brechen, was natürlich ein klarer Regelverstoß war und zur sofortigen Disqualifikation führte.

Über den Sieg der Feucht-fröhlichen freute sich Präsident Markus Frank umso mehr und bekam dann doch den kleinen Schlüssel für die Handschellen. Rupprecht wurde von der Schandgeige erlöst, erhob sich von seinem Sessel und gab den Rathausschlüssel frei, auf dem er die ganze Zeit gesessen hatte.

Auch Katharina von Kleinsorgen wurde wieder von ihren Handfesseln befreit.

Feuchts Erster Bürgermeister Rupprecht äußerste die Hoffnung, dass der neue Präsident den großen Aktenstapel auf seinem Schreibtisch abarbeiten würde. Markus Frank versprach ihm, zu zeigen, wie in der freien Wirtschaft gearbeitet wird…

Somit wanderte der Rathausschlüssel erneut in den Besitz der Feuchter Narren. Dort bleibt er bis Aschermittwoch, wenn die Geldbeutel traditionell gewaschen werden.

Bei einem gemütlichen Beisammensein im Atrium des Rathauses konnten sich die Teilnehmer anschließend von den Strapazen des diesjährigen Rathaussturmes erholen.

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