Vergnüglicher Nachmittag bei der Seniorenprunksitzung 2015

04.02.2015

Vergnüglicher Nachmittag bei der Seniorenprunksitzung 2015
Wenn zahlreiche ältere Bürgerinnen und Bürger in Feucht zur Reichswaldhalle streben, dann freuen sie sich auf einen vergnüglichen Nachmittag bei der Seniorensitzung der Faschingsgesellschaft Feucht-fröhlich.
Auch in diesem Jahr hatte die Marktgemeinde wieder dazu eingeladen und der 1. Bürgermeister Konrad Rupprecht hieß alle Besucher willkommen, die sich bei Kaffee und Kuchen schon eingestimmt hatten. Er verwies auf die drei Einladungen im Jahr: eine heiße bei der Kirchweih, eine besinnliche zu Weihnachten und eine lustige im Fasching. Sein Dank galt den Aktiven von Feucht-fröhlich und Vize-Präsident Markus Frank als Moderator, der mit seinem Pagen Anita Rugas die Senioren musikalisch begrüßte und dabei von Wolfgang Deinzer am Keyboard unterstützt wurde.

Markus Frank hieß auch die 2. Bürgermeisterin Katharina von Kleinsorgen willkommen und den Ehrenpräsidenten und Gründer der FG Feucht-fröhlich, Mecki Binder. Aus den eigenen Reihen gestalteten die Jugendgarde und Zeidlergarde mit ihrem Marschtanz, die Buzzerla und die Juniorengarde mit ihrem Schautanz, die drei Tanzmariechen Fabienne Siegl, Mara Fee Schönweiß und Sophie Renner und das Männerballett das Programm. Dabei zeigte sich, dass die älteren Herrschaften sowohl den Schlachtruf als auch das „Abfeuern“ einer Rakete perfekt beherrschen. Und mit viel Beifall gaben sie ihrer Begeisterung über die gezeigten Leistungen Ausdruck.

So richtig nachvollziehen konnten die Besucher den Ausspruch von Egon Helmhagen aus Wendelstein, der aus seinem Rentner-Dasein plauderte und fragte: „Waast des no, wie schee des war?“. Auch er fand sich früher schöner und ist jetzt in dem Alter, in dem man kein schlechtes Beispiel mehr geben kann und deshalb nur noch gute Ratschläge erteilt. Sein Mitleid galt auch den Frauen, die mit einem Rentner nur noch die Hälfte Geld, aber dafür die doppelte Portion Ehemann zu Hause haben.

Mit der Schutzgarde, Hofmarschall, Adjudanten und Hofdamen zog dann das Prinzenpaar zu Narrenberg des Festausschusses Nürnberger Fastnacht ein. Prinz Christian I. und Prinzessin Nicole I. bewiesen, dass sie nicht nur redegewandt sind, sondern auch tänzerisch sehr begabt. Und auch die Schutzgarde zeigte ihre Künste, bevor die diesjährigen Orden ausgetauscht wurden. Neben einem Obstkorb für die Garde hatte Markus Frank als besondere Überraschung für das Prinzenpaar einen Gutschein für ein Candlelight-Dinner von der Burgschänke in Burgthann parat.

Bei der anschließenden Schunkelrunde bewiesen die Seniorinnen und Senioren, wie textsicher sie bei den Faschingsliedern immer noch sind und wie sehr ihnen dieser Programmpunkt Spaß machte. Die gute Stimmung nahm Jörg Kaiser aus Burgthann auf, der in seinem Alltag immer etwas zum Nörgeln findet. Diesmal nahm er sich unter anderem die neue Trendsportart Wandern vor, die böse Kindheitserinnerungen an die Hüttentouren mit seinen Eltern in ihm weckte. Stundenlange Wanderungen, Hüttenabende mit Zithermusik und Erbsensuppe und Matratzenlager mit 15 schnarchenden Leidensgenossen und Zähneputzen mit zwei Grad kaltem Wasser schreckten ihn genauso wie die grauslichen Klamotten, die er dazu tragen musste. Die Besucher amüsierten sich köstlich bei der Vorstellung.

Ganz auf das Mitleid des Publikums setzte Sven Bach, der eigentlich sein Single-Dasein satt hat und sich deshalb auf die Suche nach einer Partnerin macht. Leider gibt es das Tanzcafé in Schwabach nicht mehr und seine Erfahrungen im Reichelsdorfer Keller machten ihm nicht gerade Mut. Da gibt es zwar eine Disco für die Jungen, für die späteren Jungen, Tanzkränzchen für jede Generation und am Ende „Rock am Stock“ und Mumienschubsen, aber das brachte ihn nicht zum Erfolg. Und so verfährt er nach dem Motto „ledig gstorb’n is net verdorb’n“ und macht es einem Vater nach, der auch nicht verheiratet war. Damit er alle Facetten seines Vortrages zeigen konnte (wie er gern in der Zeitung lesen möchte), endete er mit dem traurigen Lied „Mei Frau will mich verlassen – Gott sei Dank“ und wurde dafür von den Besuchern gefeiert.

Sie nahmen es dafür auch in Kauf, dass das Programm eine halbe Stunde länger dauerte als vorgesehen und stimmten gern Bürgermeister Rupprecht zu, der sich beim charmanten Moderator und den Aktiven für die gelungene Veranstaltung bedankte. Für die Garde-Mädels hatte er einen großen Korb mit Süßigkeiten dabei und an Markus Frank übergab er einen grünen Schirm mit „Blüten“ für die nötigen Anschaffungen der FG Feucht-fröhlich.

Dieser wiederum dankte Bürgermeister und Marktgemeinde für die Organisation und dem Publikum fürs Mitfeiern. Mit dem Hinweis auf die kommenden Veranstaltungen – Kinderfasching am 8. und 17. Februar, Weiberfaschingsparty am 12. Februar und Rosenmontagsparty am 16. Februar – wünschte er allen noch eine schöne Faschingszeit und einen guten Heimweg.

Text und Fotos: Anita Wilcke

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