"Musik auf höchstem Niveau" - Herbstkonzert des Jugend- und Blasorchester Feucht begeistert Jung und Alt

04.11.2013

"Musik auf höchstem Niveau!" So fiel das begeisterte Resümee von Cornelia Trinkl, Kreisvorsitzender des Kreisverband Nürnberg und Stellvertretende Bezirksvorsitzende Mittelfranken des Nordbayerischen Musikbundes, zum Ende der Veranstaltung aus.
Ähnlich dürfte es auch das Publikum gesehen habe, das sowohl das Jugendorchester als auch das Blasorchester Feucht unter der Leitung der erst 21 Jahre jungen Dirigentin Marlene Roth nicht eher von der Bühne ließ, ohne vorher noch etliche Zugaben gehört zu haben.

Begonnen hatte die Veranstaltung, die das Blasorchester Markt Feucht e.V. gemeinsam mit dem Kulturkreis Feucht in der Reichswaldhalle bereits seit vielen Jahren veranstaltet, schwungvoll mit dem „Erzherzog-Albrecht Marsch“.
Nachdem Marktgemeinderat Heinz Satzinger das Publikum und die Musiker im Namen des Marktes Feucht begrüßt hatte, schlossen sich die Stücke „Wenn der Wein blüht“ und die „Slavonicka Polka“ an.

Vor dem „Washington Post Marsch“ und „Auf der Vogelwiese“ sprach Landrat Armin Kroder noch einige Worte an das Publikum in der vollbesetzten Reichswaldhalle und dankte dem Blasorchester Feucht für die seit Jahren bestehende musikalische Bereicherung im Landkreis.

Danach kam es mit den Stücken „Gruß an Böhmen“ und „Böhmischer Wind“ zu einem kleinen Ausflug ins Böhmerland.

Nach dem Medley „Musik ins Grüne“ dankte Moderatorin Kerstin Baumgart im Namen des Vereins Hilderich Schmidt, „einem Mann der ersten Stunde“ für sein jahrelanges Engagement im Orchester und für die Ausbildung zahlreicher Musikschüler, Hr. Schmidt könne sich nach jahrelangem und erfolgreichem Schaffen nun beruhigt in seinen wohlverdienten Ruhestand zurückziehen.

Als letztes Stück vor der Pause kündigte Baumgart noch die „Löffelpolka“ an, mit dem Hinweis: „Machen sie sich auf eine Überraschung gefasst!“
Die Überraschung kam in Person von Schlagzeuger und erstem Vorstand Alexander Knauth, der – während die Kapelle bereits die ersten Takte spielte – in Lederhosen und Haferlschuhen durch das Publikum in Richtung Bühne ging, dort seinen mitgebrachten Bierkasten platzierte, zwei Löffel aus seinen Taschen zog und mit diesen zwischen Knie und Handfläche „klappernd“ dem Publikum veranschaulichte, warum die Löffelpolka „Löffelpolka“ heißt.


Die zweite Hälfte, die sich mehr den „moderneren“ Stücken der Musikgeschichte widmete, wurde vom Jugendorchester mit der „Black Forest Overture“ eröffnet. Die Moderatorin des Jugendorchesters, Laura Weber, betonte, dass der Komponist mit Black Forrest bestimmt nicht den Schwarzwald, sondern einen dunklen und düsteren Wald musikalisch beschreiben wollte.
Mit einem Medley der besten Hits des Films „Blues Brothers“ und „Aztec Fire“ zeigte das junge Orchester, was es in den letzten Monaten in den Proben und Probenwochenenden einstudiert hatte. Das Publikum war vom Ergebnis so begeistert, dass die jungen Musiker noch die Zugaben „Waterloo“ und „Eye of the tiger“ spontan darboten.

Daran knüpfte das Blasorchester mit einer Auswahl bekannter Stücke der schwedischen Band „ABBA“ an, wie Dancing Queen, Mamma Mia und Fernando, unter anderem mit einem Trompetensolo von der jungen Hanna Roth zusammen mit ihrem Vater Wolfgang.

„The second waltz“, von Dimitri Shostakovitch arrangiert für Blasorchester und legendäre Hits von Udo Jürgens, wie Siebzehn Jahr, Aber bitte mit Sahne oder Ein ehrenwertes Haus folgten und zeigten, wie breitgefächert das Repertoire des Blasorchesters Feucht ist.

Mit dem Stück „Creole Jazz“ (eigentlich eine Stilrichtung des New Orleans Jazz, bei der Musiker mit klassischer Musikausbildung lateinamerikanische Jazzelemente mit europäischer Instrumentaltechnik verschmolzen), arrangiert als Solostück für den Klarinettensatz des Orchesters und einem bunt gemischten Medley des Musikers Gilbert O´Sullivan kam das Herbstkonzert zu seinem – laut Programmheft – eigentlichen Ende.

Mit dem bekannten „Radetzky Marsch“ von Johann Strauß (Vater) folgte das Orchester jedoch noch den Zugabenwünschen des Publikum und dieses wurde sogar noch von Marlene Roth entsprechend im Klatschen dirigiert. Zu guter Letzt „vereinigten“ sich Jugend- und Blasorchester auf der Bühne der Reichswaldhalle und entließen als 45 Mann und Frau starke Kapelle die Zuhörer mit dem „Böhmischen Traum“ in den Sonntag Abend.

Text und Foto: Alexander Knauth
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