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Neues Konzept für das Feuchter „Walburgis-Quartier“

15.07.2013

Neues Konzept für das Feuchter „Walburgis-Quartier“
In der Marktgemeinderatssitzung am 4. Juli 2013 wurde ein neues Betriebs- und Bebauungskonzept für das „Walburgis-Quartier“ in Feucht vorgestellt.
Die neue Finanzierungsgrundlage der Pflege aufgrund des Pflegeneuausrichtungsgesetzes hatte bei dem vorgesehenen Vorhabenträger, der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter gGmbH, eine vollständige Überarbeitung und Neuplanung des Konzeptes ausgelöst.

Das Pflegeneuausrichtungsgesetz, das zum 01.01.2013 in Kraft getreten war, hat eine Verschiebung des Schwerpunktes im Pflegebereich von der stationären Pflege hin zur ambulanten Pflege zur Folge. Damit die Menschen möglichst lange im häuslichen Bereich oder in ambulanten Wohn- und Pflegestrukturen verbleiben können, wurden die Leistungen für ambulante Pflege deutlich angehoben und auf weitere Betreuungsleistungen ausgedehnt, so dass im Bereich der ambulanten Pflege in vielen Fällen künftig mehr Geld als im stationären Bereich zur Verfügung steht.

Unter dieser Voraussetzung ist die Errichtung von stationären Pflegeeinrichtungen im bisherigen Sinne nicht mehr zeitgemäß und auch nicht annährend finanzierbar, wie die Vertreter der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter gGmbH (RDA) und der Rummelsberger Anstalten den Mitgliedern des Marktgemeinderates anschaulich darlegten. Bei der Neukonzeptionierung hingegen seien durch deutlich verringerte Baukosten und vor allem durch die geringeren laufenden Betreiberkosten die Realisierungschancen deutlich größer.

Das neue Konzept setzt nicht mehr, wie ursprünglich angedacht, auf eine große Pflegeeinrichtung, sondern auf unterschiedliche, individuelle Angebote. Es umfasst konkret folgende Bausteine: rund 50 seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen, 25 Tagespflegeplätze und 24 ambulante Pflegeplätze.

Die  seniorengerechten, barrierefreien Wohnungen in einer Größe von ca. 45 bis 60 qm, zu denen – je nach Pflegebedürftigkeit – verschiedene Wohn- und Servicemodule individuell angeboten werden, sind dabei Grundlage des neuen Modells. Gemäß dem Gedanken „Alt sein ist mehr als Pflege“ soll das Wohnen dabei im Vordergrund stehen und eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Die eigene Wohnung und die persönliche Alltagsgestaltung sollen den Bewohnern ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Veranstaltungen, Gruppen- und Betreuungsangebote können individuell in Anspruch genommen werden.

In einer zusätzlichen Tagespflege mit 25 Plätzen sollen hilfs- und pflegebedürftige Menschen, die grundsätzlich noch zu Hause bei ihren Angehörigen oder, wie im Walburgis-Quartier vorgesehen, in unmittelbarer räumlicher Nähe wohnen, bis zu acht Stunden täglich von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr Betreuung finden.

Als weiteres, ergänzendes Angebot sind zwei ambulante Wohngemeinschaften mit insgesamt 24 Plätzen vorgesehen, die demenzkranken Menschen ein selbstbestimmtes Leben in einem gemeinsamen Haushalt mit Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungsleistungen ermöglichen.

Eine zentrale Servicestelle, in der die verschiedenen Angebote gesteuert, koordiniert und für den Einzelnen passgenau zusammengestellt werden, soll als Anlaufstelle für Interessenten, Bewohner und deren Angehörige fungieren. Sogenannte „Case Manager“ sollen dabei nicht nur die geeignete Wohnform mit den entsprechenden Zuschüssen der Pflegekasse aufzeigen, sondern auch Kultur- und Freizeitangebote organisieren und Hausbesuche anbieten.

Eine Notfallversorgung rund um die Uhr soll die nötige Sicherheit im Bedarfsfall geben.

Diakon Thomas Zauner vom Vorstand des Seraphischen Liebeswerkes verwies als Grundstückseigentümer und künftiger Nachbar auf die gegenüber der früheren Planung vergrößerten Freiräume für die Kinder- und Jugendeinrichtungen und stellte dar, wie die Begegnung und das Miteinander von Jung und Alt im Bereich des Walburgis-Quartieres organisiert werden könnte. Auch könne er sich gut vorstellen, dass die derzeit noch fehlende Betreuungsmöglichkeit für 3- bis 6-Jährige in absehbarer Zeit im Bereich des nun frei werdenden Schwesternwohnheims realisiert werden könnte.

Sobald die Wirtschaftlichkeitsprüfung und Aussagen des Vorhabenträgers zur Finanzierungsmöglichkeit vorliegen, können die Planungen abgeschlossen werden. Im September werden sich die gemeindlichen Gremien dann erneut mit dem Konzept befassen und über eine Änderung der Bebauungsplanung entscheiden.


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