Überzeugende Premiere von „Feucht kann Kultur“

24.06.2013

Überzeugende Premiere von „Feucht kann Kultur“
Sommerliche Stimmung, Musik für jeden Geschmack, geistreiche Texte und ein traumhafter Schlosspark – die Premiere von „Feucht kann Kultur (FkK)“ am 22. und 23. Juni 2013 war ein voller Erfolg und machte Lust auf mehr.
So bunt und facettenreich wie die Feuchter Kulturszene präsentierten sich auch die unterschiedlichen Künstler an beiden Tagen: Am Samstag wurden die Besucher, die sich schon am frühen Nachmittag trotz des anfangs noch zweifelhaften Wetters zahlreich im Park des Zeidlerschlosses eingefunden hatten, mit fränkischer Volksmusik und frechen Texten der Namenlosen bestens auf das Wochenende eingestimmt.

Nach einer unterhaltsam szenischen Lesung mit Susanne Voss, die einigen bereits als Kolumnistin des Feuchter Boten bekannt war, ging es musikalisch weiter: Die Musiker von Swing-Ding gaben Film- und Musical-Melodien zum Besten. Mit dem Chor Divertimento Vocale wurde es kurzzeitig besinnlich, bevor das Bernstein Trio+ mit jazzig-bluesigen Rhythmen und zwei bezaubernden Sängerinnen für frühabendliche Sommerstimmung sorgte.
 
Einer der unbestrittenen Höhepunkte des Wochenendes war der 1. Feuchter Poetry Slam am Samstagabend. Für diesen hatte Buchhändler Karl Kuhn eigens Michael Jakob, eine feste Größe der fränkischen Slam-Szene und Initiator des Frankenslams, als Moderator nach Feucht geholt. Nach einer kurzen Warmlaufphase stieg das Feuchter Publikum voll ein und ließ sich von dem Moderator und den Slammern, die amüsante, ironisch-kritische, düstere und poetische Texte vortrugen, mitreißen.

Auch zwei mutige Feuchter wagten sich auf die Bühne: Dr. Richard Haaser machte sich Gedanken zum Thema Liebe, Thomas Schneele erzählte aus der skurrilen Welt der Nutzgeflügelhaltung. Auch wenn sie nicht in die Endrunde kamen, erwiesen sich doch beide mit ihren Texten als wahre Künstler des Wortes.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des traditionellen Musikbund Sommerfestes, das dieses Jahr zum ersten Mal mit einem ökomenischen Gottesdienst eingeläutet wurde. Bei diesem wie beim anschließenden Frühschoppen sorgte die Pavel Sandorf Big Band für standesgemäße musikalische Untermalung. Am Nachmittag präsentierten die Schüler und Lehrer des Musikbundes ihr ganzes Können, bevor das Festival mit einer Bauchtanzvorführung und dem Blasorchester Markt Feucht seinen geselligen Ausklang fand.

Die Kunstliebhaber kamen außerdem bei der Bilder- und Skulpturenausstellung des Themen-kunstvereins im Zeidelgericht und im Park des Zeidlerschlosses auf ihre Kosten.

Die Idee zu dem Kulturfestival war vor knapp einem Jahr während der Kirchweih entstanden. Damals hatten sich Thomas Schneele von den Namenlosen, Hans-Joachim Strauß vom Themenkunstverein und Karl Kuhn von der Buchhandlung Kuhn überlegt, wie es wäre, die Feuchter Kulturszene zu bündeln und an einem Wochenende unter freiem Himmel gemeinschaftlich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dr. Birgit Friedel vom Musikbund Feucht, Helmut Schleif vom Bernstein Trio+, weitere Mitglieder vom Themenkunstverein wie Natalie Haas sowie der Kulturkreis des Marktes Feucht wurden mit ins Boot geholt und die Idee nahm schnell Hand und Fuß an.

Mit der Raiffeisenbank Feucht und der Sparkasse Feucht konnten zwei heimische Sponsoren gewonnen werden. Beide gewährten dem Festival zu gleichen Teilen finanzielle Unterstützung – ganz nach dem Motto der Veranstaltung „Vernetzung statt Konkurrenz“.

Feucht kann Kultur. Darüber waren sich nach dem gelungenen Wochenende alle einig. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

Fotos: Markt Feucht, Herbert Bauer








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