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Keine Tiefgarage am Neubau von Mensa, Hort und Jugendzentrum

22.03.2013

Keine Tiefgarage am Neubau von Mensa, Hort und Jugendzentrum
Die Sitzung des Marktgemeinderates am 21. März 2013 brachte das Großprojekt „Neubau von Mensa, Hort und JuZ mit Parkierungsbauwerk“ einen wesentlichen Schritt voran.
Die Mitglieder des Gremiums stimmten einstimmig dafür, dass es keine Tiefgarage geben wird, sondern eine oberirdische Parkplatz-Lösung. Es kann also bald mit den Arbeiten an dem Großprojekt begonnen werden. Das Thema stand im letzten Jahr häufig auf der Tagesordnung im Marktgemeinderat.

Zu den Hintergründen: Mit Beschluss des Marktgemeinderates vom 13. Dezember 2012 wurde die Entscheidung zur Erstellung eines Parkierungsbauwerks im Rahmen des Neubaus von Mensa, Hort und JuZ vertagt.

Für die angrenzenden Schulgebäude und Neubauten müssen insgesamt mindestens 30 Stellplätze neu nachgewiesen werden. Es sollten zunächst nähere Aussagen zu Alternativen wie z.B. einer Parkpalette gemacht werden. Entsprechend wurden seitens der Verwaltung mögliche Varianten mit dem beauftragten Architekturbüro Scherzer abgestimmt und folgende grundsätzliche Entwurfsplanungen ausgearbeitet (alle Kosten brutto inkl. Nebenkosten):

Die ursprünglich angedachte Tiefgaragenlösung wurde im Hinblick auf Kosten und Stellplätze weiter optimiert. Bedingt durch verschiedene Faktoren konnten jedoch die Gesamtkosten von ca. 2,2 Mio. auf ca. 2,0 Mio. Euro nicht wesentlich reduziert werden. Diese sind vor allem die ungünstigen Baugrundverhältnisse, d.h. felsiger Boden und hoher Grundwasserstand; weiterhin ergeben sich Zwänge aus dem Grundstückszuschnitt und der Vorgabe einer unabhängigen Realisierung der Gebäude, welche eine kompliziertere Geometrie zur Folge haben. Aus all diesen Faktoren ergibt sich selbst für die optimierte Tiefgaragenlösung ein spezifischer Kostenwert von ca. 47.000 Euro je Stellplatz, der aus wirtschaftlicher Sicht nicht empfohlen werden kann.

Die weiter untersuchte Verkleinerung oder Umverlegung der Tiefgarage unter den Jugendzentrumneubau brachten im Vergleich hierzu noch schlechtere Werte und kommen somit für eine Umsetzung ebenfalls nicht in Betracht.

Weitere Varianten stellen Parkdecklösungen nach Vorbild des Zeidler-Parkdecks dar. Aufgrund von Anforderungen an den Schallschutz der gegenüber liegenden Wohnbebauung ist jedoch eine offene Parkdeck-Ausbildung nicht zulässig; stattdessen ist das Parkierungsbauwerk als geschlossener Baukörper auszubilden.

Eine kleine Parkhaus-Lösung mit 26 Parkplätzen ergibt ungünstige Werte je Stellplatz von ca. 53.000 Euro. Eine große Lösung für 43 Plätze mit Gesamtkosten von ca. 1,8 Mio. Euro bringt zwar eine gewisse Kostenersparnis im Vergleich zur Tiefgarage, ist aber aufgrund ihrer großen Kubatur unverträglich mit dem Freiraumanspruch der angrenzenden Nutzungen Jugendzentrum und Hort. Der verbleibende Raum im Außenbereich ist stark beschnitten und eher einem Lichthof gleichzusetzen.

Da sich im Laufe der Untersuchung abzeichnete, dass die oben beschriebenen Varianten nicht zu einer wirtschaftlichen Lösung führen würden, wurde vom Bauamt eine weitere Variante angeregt, die komplett ohne Parkierungsbauwerk auskommt. Die erforderlichen Stellplätze werden geschaffen durch eine Parktasche an Stelle der Tiefgarageneinfahrt sowie Querparkern entlang der Schulstraße, welche ein Einrücken des Jugendzentrumneubaus ins Grundstück um ca. 3 Meter bedingen; möglich sind so bis zu 41 Stellplätze. Der vor allem während des Schulbetriebs genutzte Teil der Parkplätze kann nachmittags abgetrennt und als zusätzliche Außenspielfläche für JuZ bzw. Hort genutzt werden.

Es wurde von einem Kostenwert je oberirdischem Stellplatz von ca. 8.500 Euro ausgegangen. Die Kostenersparnis im Vergleich zur günstigsten Tiefgaragenplanung beläuft sich auf ca. 1,7 Mio. Euro. Das Einrücken des Jugendzentrumneubaus ist städtebaulich verträglich, da auch die Gebäude des Schulzentrums im weiteren Verlauf immer wieder vor- und zurückspringen.

Aufgrund der Reduzierung der Innenhoffläche bei dieser Planung wurde vom Büro Scherzer eine weitere Lösung ohne Einrücken des JuZ-Gebäudes untersucht. Folglich können entlang der Schulstraße nur Längsparker vorgesehen werden; der Parkplatz im Grundstück wurde ebenfalls zugunsten einer separaten Spielfläche reduziert.  Konsequenz hieraus ist die Verringerung der möglichen Stellplätze von 41 auf 25.

Der Marktgemeinderat beauftragte nun das Büro Scherzer einstimmig, von einer oberirdischen Parkplatzlösung mit Einrücken auszugehen und in der weiteren Entwurfs- und Genehmigungsplanung des Jugendzentrums einen schlankeren oder höheren Baukörper in die Überlegungen mit einzubeziehen. Die zu lösende zentrale Frage ist hierbei das Abwägen zwischen notwendigem Außenraum für Jugendzentrum bzw. Hort und den maximal verträglich auf dem Grundstück realisierbaren Stellplätzen.   

Aufgrund der nun oberirdischen Parkplatz-Lösung kann der bereits beschlossene Neubau von Mensa und Hort unabhängig hiervon umgesetzt werden. Entsprechend ist ein Baubeginn ab ca. September 2013 geplant, im Vorfeld erfolgen der Abbruch des JuZ und die Umverlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen.
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