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Stand der Planungen Ende 2012 beim Projekt Mensa, Hort, JuZ mit Tiefgarage

20.12.2012

Stand der Planungen Ende 2012 beim Projekt Mensa, Hort, JuZ mit Tiefgarage
Ein wichtiges Bauvorhaben für Feucht wurde 2012 in den Gremien des Marktes Feucht besprochen: Mensa, Hort, Jugendzentrum mit Parkierungsbauwerk. Bei den Planungen zur Tiefgarage zeigten sich nun einige Schwierigkeiten.
Aber zunächst ein kurzer Rückblick: In den Juli-Sitzungen des Bauausschusses und des Marktgemeinderats wurden verschiedene Varianten für eine mögliche Bebauung des Areals um das alte Lehrerwohnhaus, dem heutigen JuZ, vorgestellt. Die Varianten enthielten sowohl Vorschläge für eine komplette Neubebauung des Grundstücks, als auch einen Neubau mit Erhalt des bestehenden Jungendzentrums. Nach Erläuterung der einzelnen Vor- und Nachteile zu den Varianten beschloss der Marktgemeinderat, das bestehende Jugendzentrum zu beseitigen und eine komplette Neugestaltung des Grundstückes vorzunehmen mit einem Maximum an Stellplätzen in einer dazugehörigen Tiefgarage.

Im September wurde die Entscheidung für den Abbruch des alten Lehrerhauses und einen Komplettneubau des Jugendzentrums nochmals bestätigt. Die erneute Abstimmung erfolgte nach lebhafter Diskussion mit Vorlage eines Gegenentwurfs der SPD und nach sorgfältiger Abwägung der Vor- und Nachteile verschiedener Varianten.

Im Dezember fand ein Ortstermin im alten Jugendzentrum mit der Denkmalschutzbehörde statt, bei welchem die Annahme des Bauamts bestätigt wurde, dass es sich nicht um ein schützenswertes Bauwerk handelt. Einem Neubau steht somit nichts mehr im Wege.

Die Voruntersuchungen des Architekturbüros Scherzer zeigten, dass aufgrund unterschiedlicher Funktionen die Errichtung von drei Gebäuden mit jeweils eigener Erschließung sinnvoll ist. Die verschiedenen Nutzergruppen können dadurch unabhängig voneinander agieren und haben keinerlei Einschränkung durch eventuelle Mehrfachnutzungen, was dem tagtäglichen Betrieb sehr entgegen kommt. Außerdem können die Gebäude so relativ unabhängig und zeitlich versetzt realisiert werden, was im Bauablauf für eine entsprechende Entlastung sorgen wird. Die Maßnahme lässt sich in drei Abschnitte teilen: Parkierungsbauwerk, Mensa mit Schulhort und Jugendzentrum.

Beginn der Gesamtmaßnahme bildet in den Planungen die Errichtung der Tiefgarage. Danach kann mit dem Bau des Gebäudes von Mensa und Hort begonnen werden. Ursprünglich war geplant, dass der Abschluss der Baumaßnahme für die Tiefgarage bis Ende 2013 erfolgen sollte, die Inbetriebnahme von Mensa und Hort spätestens bis zum Schuljahr 2014/2015. Die letzte Bauphase bildet dann die Erstellung des Jugendzentrums.

Die Entscheidung über die Ausführung der Tiefgarage wurde im Marktgemeinderat auf das Jahr 2013 vertagt. Deshalb wird sich dieser Zeitplan verschieben. Grund für die Vertagung ist die Kostenentwicklung des Parkierungsbauwerks. Für den Maßnahmenbeschluss der Gremien wurde die bestehende Kostenschätzung für die Tiefgarage nochmals auf Basis des aktuellen Planstands und der Erkenntnisse aus dem ergänzten Bodengutachten überarbeitet. Demnach ist aufgrund des hohen Grundwasserstands und der ungünstigen Bodenbeschaffenheit (Sandsteinboden) ein erheblicher Mehraufwand zu betreiben, um die Auftriebsicherheit des unterirdischen Bauwerks sicherzustellen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Tiefgarage eine Auflast durch Gebäude fehlt, da die Bauwerke unabhängig voneinander realisiert werden sollen. Die nötige Masse muss also folglich über das Eigengewicht erreicht werden, um ein Auftreiben der sogenannten „Wanne“ auch bei ungünstigsten Wasserverhältnissen (wie zum Beispiel tagelangem Starkregen) zu verhindern. Unter diesen Voraussetzungen muss für das Parkierungsbauwerk mit Kosten in Höhe von ca. 2.240.000 Euro inkl. MwSt. gerechnet werden.

Es ist übrigens ein übliches Procedere von Seiten der Verwaltung des Marktes Feucht, dass nach dem Beschluss zur Errichtung einer Tiefgarage ein ergänzendes Bodengutachten erstellt wird. Die nun bekannten Details (Sandsteinboden, hoher Grundwasserstand) und deren Auswirkungen auf die Baukosten hätte man im Vorfeld nicht abschätzen können.

Aufgrund der steigenden Kostenentwicklung wurden seitens des Bauamts des Marktes Feucht weitere Überlegungen angestellt, um die Kosten zu reduzieren. Nach Erörterung des Sachverhalts im Bauausschuss im Dezember sollen nun vier Varianten untersucht werden:

1. große Lösung
Die bisher geplante Großgarage soll weiter optimiert werden. Die Kostenbilanz je Stellplatz wird dadurch wirtschaftlicher, dass mehr Stellplätze in gleichen Außenabmessungen geschaffen werden. Dies wird zum Beispiel durch den Wegfall von Aufzug und Treppenhaus zugunsten von direkten Zugängen von der Tiefgarage in die Gebäude erreicht. Die Vorgaben aus dem Bodengutachten, die den maximal zu erwartenden Grundwasserstand betreffen, werden durch Erfahrungswerte aus den benachbarten Bebauungen relativiert.

2. kleine Lösung
Das Parkierungsbauwerk soll in einem kleineren Umfang als Mittelgarage realisiert werden; entsprechend gibt es geringere Auflagen bei Brandschutz und Lüftung, eine einfachere Form, kleinere Außenabmessungen sowie weniger Aushub und Verbau. Im Ergebnis ist hier eine Senkung der Gesamtkosten zu erwarten, jedoch müssen die fehlenden Stellplätze oberirdisch geschaffen werden, was eine Einschränkung der Freibereiche von Hort und Jugendzentrum bedeutet.

3. Parkpalette
Hier werden die Kosten durch Verlegung des Parkierungsbauwerks nach oben reduziert: nur etwa ein Halbgeschoss ist in der Erde, der Rest befindet sich nach dem Vorbild des Zeidler-Parkdecks oberirdisch. Insgesamt ist eine Kostenreduzierung möglich, allerdings sind Schallschutzauflagen zu lösen und die Freibereiche von Hort und Jugendzentrum werden noch stärker als bei der „kleinen Lösung“ in Umfang und Qualität durch das zusätzliche Bauwerk eingeschränkt.

4. Tiefgarage mit JuZ
Ein Teil der erforderlichen Auflast soll nicht über die Masse der „Tiefgaragen-Wanne“ aufgebracht werden, sondern über das Bauwerk Jugendzentrum, indem man die Garage teilweise unter den Neubau verschiebt. Hierfür ist die bislang vorliegende Planung des Jugendzentrums komplett neu zu erarbeiten, um kostenwirksame Synergieeffekte zu erzielen. Zudem sind weitere Planungsleistungen, die über eine reine Variantenbetrachtung hinausgehen, neu im VOF-Verfahren auszuschreiben. Dies wäre erforderlich, weil die Bauwerke Jugendzentrum und Tiefgarage dann nicht mehr separat betrachtet werden können, und der Schwellenwert für eine Ausschreibung der Planungsleistungen überschritten werden würde.

Erster Bürgermeister Rupprecht bemerkt: „Aufgrund der gewünschten Ausarbeitung der Varianten und der Verschiebung der Entscheidung über das Parkierungsbauwerk auf Anfang nächsten Jahres wird sich natürlich auch die Fertigstellung der Bauwerke entsprechend verschieben.“
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