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Zukunft der Kindertagesstätten in Feucht

02.11.2012

Zukunft der Kindertagesstätten in Feucht
In ihrer Sitzung Ende Oktober 2012 stimmten die Mitglieder des Marktgemeinderates über alle Parteigrenzen hinaus einstimmig den aktuellen Bedarfsplanungen der Gemeindeverwaltung für Kinderbetreuungsplätze zu.
Die Bedarfplanungen sehen langfristig Planungen von Plätzen mit einer Betreuungsquote von 100% für Regelkinder, 50 % für Krippenkinder und 60% für Schulkinder vor. Die Schwierigkeiten bei den Planungen liegen darin, das Anmeldeverhalten für die Krippe (0 bis 3-Jährige) und für den Hort (Schulkinder) einzuschätzen, die in den letzten Jahren stark nach oben gegangen sind. Außerdem sind die Auswirkungen des Feuchter Baugebietes „Am Reichswald“ auf den Betreuungsbedarf nicht konkret abschätzbar: wann sind alle Wohnungen fertig gestellt, wie viele davon werden wann verkauft und bezogen, wie viele Kinder werden letztendlich neu nach Feucht ziehen?

Unter Berücksichtigung der genannten Fragen berechnete die Verwaltung des Marktes Feucht mehrere Varianten, von denen der Marktgemeinderat also dem möglichen Härtefall zustimmte. Die Anzahl der dadurch zu schaffenden Plätze im Krippenbereich liegt übrigens deutlich über der Vorgabe der Bundesregierung (35%).

Um dieses Vorhaben durchführbar zu machen, hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den Hort an der Grundschule auszubauen, so dass neben den bestehenden provisorischen 37 Plätzen 13 neue Plätze, also insgesamt 50 Plätze entstehen; außerdem kann die bereits bestehende Krippe im Walburgisheim mit einem Anbau ans Waldschlösschen ab dem Schuljahr 2013/14 insgesamt 48 Plätze bereitstellen. Zudem sah die Verwaltung die Notwendigkeit eines Baus eines Hauses für Kinder im Bereich der sog. Melzer-Grundstücke an der Altdorfer Straße.

Im Anschluss fasten die Mitglieder des Marktgemeinderates einstimmig den Beschluss, für eine neue Kindertageseinrichtung auf den Melzer-Grundstücken ab dem Kindergartenjahr 2013/2014 74 bis max. 100 Plätze für Krippen-, Kindergarten- und Schulkinder als bedarfsnotwendig anzuerkennen.

Uneinig waren sich die Ausschussmitglieder bei der Frage des möglichen Bauherren und Investors. In der Sitzung kamen Vertreter der Johanniter Unfallhilfe, des Bayerischen Roten Kreuzes und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde nebst Gemeindeverein zu Wort. Während die Johanniter mit ihrem Investor die Möglichkeit sahen, bis Ende 2013 einen Bau auf den Melzer-Grundstücken fertig gestellt zu haben, ohne dass der Markt Feucht Gelder investieren muss, sahen das die anderen beiden Verbände ihrerseits als nicht möglich an.

Es wurde von den Mitgliedern des Marktgemeinderates heftig über die Durchführbarkeit diskutiert und über die Frage, ob die Gemeinde als Bauherr fungieren sollte oder ob man diese Investitionen an Dritte abgeben sollte. Zudem kam der Nachbar der Melzer-Grundstücke zu Wort: Wolfgang Roth, Inhaber einer Karosseriebau-Firma, meldete Bedenken an, denn er möchte auf seinem Gelände eine Lackierkabine bauen, die eventuell nicht genehmigt werden könnte, wenn in unmittelbarer Nähe Kinder untergebracht sind.

Erster Bürgermeister Rupprecht schlug vor, weiterhin mit der Johanniter Unfallhilfe und deren Investor in Verhandlungen zu bleiben, um bis Ende 2013 das Projekt verwirklichen zu können. Im Zuge dessen würden übrigens alle möglichen Fördergelder für das Jahr 2013 ausgeschöpft werden. Dieser Vorschlag wurde mit äußerst knapper Mehrheit von 11 zu 12 Stimmen von den Mitgliedern des Marktgemeinderates abgelehnt.

Nun gehen die Planungen für ein Haus für Kinder weiter. Bürgermeister und Verwaltung sind weiter bemüht, Lösungen zu finden, damit die notwendigen Plätze in Feucht geschaffen werden können. Daher steht das Thema bereits wieder bei der nächsten Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses am 8. November 2012 auf der Tagesordnung. Eine Verwirklichung des Hauses für Kinder wird aber im Jahr 2013 nicht mehr möglich sein.
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