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Mehrkosten bei Bauvorhaben des Marktes Feucht

24.10.2012

Mehrkosten bei Bauvorhaben des Marktes Feucht
In seiner Sitzung Ende September 2012 beschäftigte sich der Marktgemeinderat mit Mehrkosten, die bei diversen Bauvorhaben zustande kamen.
So kam es bei der Wilhelm-Baum-Sporthalle zu zusätzlichen finanziellen Aufwendungen bei den Fliesen- und Plattenarbeiten, den Trockenbau- und Dämmarbeiten und den Baumeisterarbeiten. Letztere beinhalten z. B. vier Nachträge, die im Zuge der Baumaßnahme freigegeben wurden, wobei der höchste sich auf 6.055,91 Euro belief. Mit der Schlussrechnung wurde ein weiterer Nachtrag (10.048,22 Euro) vorgelegt. In der Gesamtbetrachtung wurden neben den Nachträgen Massenmehrungen (60.737,66 Euro) und zusätzliche Positionen (6.527,66 Euro), die in der Ausschreibung nicht enthalten waren, abgerechnet. Aus den Mehrungen bei den Baumeisterarbeiten ergeben sich damit Mehrkosten von insgesamt 91.308,45 Euro.

Wegen der o. g. zusätzlichen Maßnahmen ist festzustellen, dass grundsätzlich bei Sanierungsmaßnahmen – anders als bei Neubauten – die gesamte Leistung im Vorfeld kaum zu erfassen ist. Es handelt sich bei den Mehrungen um Leistungen, die nicht bzw. nicht in diesem Umfang in den Angeboten enthalten waren und erst im Zuge der Baumaßnahme ersichtlich wurden. Die Arbeiten wurden von den Firmen nachvollziehbar dargelegt, vom Architekt Zimmerer vor der jeweiligen Ausführung geprüft und schriftlich freigegeben, sowie vom Markt Feucht auf Basis von Nachtragsvereinbarungen beauftragt oder mit der Zahlung der Teilrechnungen nachträglich rechtswirksam beauftragt. Allerdings mussten einige Details, wie z. B. die Aufschlüsselung in Lohn- und Materialkosten sowie die Begründung von Massenverschiebungen vom Architekten im Zuge der Aufarbeitung des Gesamtprojekts nachgefordert werden. Insofern ist die damalige Sorgfältigkeit der Prüfung durch den Architekten zu beanstanden.

Da sich die Einzelsummen der Mehrungen unter den Freigabe-Grenzen für das Bauamt bzw. den Bürgermeister bewegten, wurden die Gremien Bauausschuss und Marktgemeinderat nicht über jeden Zwischenschritt informiert, was dann bei der Bekanntgabe der voraussichtlichen Gesamtkosten zu Verwunderung bei den Mitgliedern der Ausschüsse führte. Auch waren die Hinweise des beauftragten Planers während der Baumaßnahme zur Gesamtkostenentwicklung nicht ausreichend.

Auch bei der Erneuerung der Terrasse der Reichswaldhalle kam eine Kostenerhöhung zustande. Diese ergaben sich durch zusätzliche Aufwendungen wie z. B. in Bereichen des Brandschutzes, der Deckenarbeiten und der Wandanschlüsse. Zudem musste ein Schallgutachten erstellt werden. Es kamen dadurch innerhalb von drei Jahren Mehrkosten von 41.519,58 Euro zustande.

Der Anbau der Wasserwacht an die bestehenden BRK- Hallen brachte ebenso Mehrkosten mit sich (40.767,10 Euro). Sie entstanden hauptsächlich im Bereich der Baumeisterarbeiten.

Der neue Leiter des Bauamtes des Marktes Feucht, Andreas Brandmann, möchte solche Entwicklungen in Zukunft mittels eines besseren Kosten-Controllings vermeiden und so stets aktuell für Transparenz bei den Kostenentwicklungen sorgen. Zu klären ist die Frage, ob hierfür allein die Planer noch stärker in die Pflicht genommen werden sollen, oder ob genügend personelle Ressourcen im Bauamt selbst bereitgestellt werden.
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