Feucht – eine Zeidlergemeinde mit unentdecktem touristischen Potenzial?

23.03.2011

Feucht – eine Zeidlergemeinde mit unentdecktem touristischen Potenzial?
Daniela Semann lebt mit ihrer Familie seit mehr als 20 Jahren in Feucht. „Feucht bietet eine hohe Lebensqualität“, stellt Semann heute fest. Die Steuerberaterin studierte BWL sowie Fremdenverkehr und Tourismus.

Seit 2005 führt die mittlerweile zertifizierte Gästeführerin in der einstigen Reichsstadt Nürnberg nebenberuflich mehr als 60 Gästegruppen pro Jahr. Seit 2010 ist sie nun auch in ihrer Heimatgemeinde Feucht aktiv.

„Mit der Erschließung des Drei-Schlösser-Rundwegs ergibt sich eine ideale Kombination, da Feucht als Sitz der Herrenhäuser der Patrizier schon historisch enge Verbindungen mit Nürnberg besitzt“, erläutert Semann.
Der bisherige Zuspruch gibt den Initiatoren des Drei-Schlösser-Rundwegs Recht. Allein zwischen September und Dezember 2010 konnte die Gästeführerin knapp 230 Gästen die Schätze der Zeidlergemeinde nahebringen. Auch für 2011 hat Semann schon zahlreiche Buchungen. „Ich zeige den Gästen das Rathaus und das Zeidlerschloss. Darüber hinaus versuche ich jahreszeitliche Gesichtspunkte in meine Führungen zu integrieren, oder andere individuelle Schwerpunkte zu setzen“. Die Gäste kommen überwiegend aus dem Ballungsraum rund um Nürnberg. Manche Geburtstagsgesellschaften, Sportvereine, politische Vereinigungen oder Reisegruppen verbringen im Anschluss an die Führung den ganzen Tag in der Zeidlergemeinde. Die Besichtigung des Zeidelmuseums und des Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museums sind weitere Anziehungspunkte für Tagesgäste in Feucht, die sich während und nach der Tour gerne in einer der ansässigen Gaststätten verwöhnen lassen.
„Derzeit läuft noch viel über Mund-zu-Mund-Propaganda“ verrät die Gästeführerin aus Leidenschaft. Deshalb engagiert sie sich seit Neuestem in der neugegründeten Projektgruppe Tourismus für den Ortsmarketingprozess von Feucht. Jens Söckneck, der Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes der Marktgemeinde Feucht freut sich: „Mit Frau Semann haben wir eine äußerst kompetente Verstärkung für unsere Anliegen gewinnen können“. Es geht darum, das Image von Feucht zu stärken, das Umland zu aktivieren sowie das vorhandene Potenzial zu nutzen und auszubauen. In erster Linie steht auf dem Programm, Marketingmaßnahmen zur Stärkung der touristischen Infrastruktur gemäß dem Imagekonzept des Marktes Feucht (Zeidler, Biene, Honig, Imker) zu entwickeln und umzusetzen. „Dazu brauchen wir möglichst viele Ideen und Anregungen sowie ganz konkrete Unterstützung aus den Reihen der Feuchter Bevölkerung“, ruft der Amtsleiter auf. Eine weitere Aufgabenstellung sieht die Projektgruppe darin, Impulse für Feucht, aber auch für die Entwicklung des Schwarzachtals oder der Frankenalb zu setzen. Bei der Auftaktsitzung am 15. Februar wurden einzelne bereits laufende Maßnahmen gebündelt. Als Zielgruppe definierte man eine klare Orientierung auf den Naherholungstouristen – man will punkten mit „Natur und Kultur“.
Das alles ist auch im Sinne von Frau Semann. Ihr liegt es am Herzen, die Besonderheiten von Feucht noch besser herauszustellen. „Erst das Zeidelwesen ermöglichte Nürnberg durch Honiglieferungen aus dem Reichswald, eine so herausragende Stellung durch die Lebkuchen zu entwickeln. Die Qualitäten Feuchts als Sommersitz wussten schon die Patrizier zu schätzen. Die wichtigste Stärke unserer Zeidlergemeinde ist die wunderbare Kombination aus den beeindruckenden Wehrbauten und Herrensitzen der Patrizier, die sich mit den Museen und der modernen Kunst im öffentlichen Raum zu einer hohen Lebensqualität verbinden. Diese hat sich durch den Umbau der Hauptstraße erst so richtig entfaltet.“

Vom Ortsmarketing ist sie sehr angetan: „Diese Initiative ist eine tolle Sache. Mein erster Eindruck ist, dass durch den direkten Draht zwischen Verwaltung, Politik und den Bürgern schnell konkrete Erfolge erreicht werden können. Mit meinem Engagement möchte ich gerne zurückgeben, was mir Feucht an hoher Lebensqualität bietet.“ Mit Blick auf das touristische Potenzial von Feucht resümiert Daniela Semann: „Natürlich möchte ich noch mehr Leuten zeigen, wie schön es hier ist, sie sollen sich hier so wohlfühlen, wie es schon die Patrizier taten.“

Das nächste Treffen der Projektgruppe Tourismus findet statt am Dienstag, den 29. März 2011 um 19:30 im Zeidlerschloss (1. OG).
Kontakt: Jens Söckneck, Telefon 09128/91 67-30, jens.soeckneck@feucht.de
Die nächste Führung von Frau Semann “Drei-Schlösser-Rundweg zur Osterzeit“ findet statt am Samstag, den 23. April 2011 um
14 Uhr. Treffpunkt Rathaus Feucht
Kontakt: Daniela Semann, Telefon: 09128/12725, daniela.semann@t-online.de

Foto: Herbert Bauer

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