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Was ist ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)?

Entwicklungskonzepte mit integrierten Handlungsansätzen sind zentrale Instrumente der Städtebauförderung. Es geht um das Zusammendenken räumlicher Bezüge (vom Objekt, Quartier, Gesamtgemeinde bis zur Region) im Rahmen eines kooperativen Planungsprozesses. Sie sind sowohl ressort- als auch akteursübergreifend angelegt und stellen einen Entwicklungs- / Orientierungsrahmen für die Zukunft der Gemeinde dar. An diesem sollen sich künftige Einzelplanungen und Bauvorhaben orientieren. Erst wenn ein Gesamtkonzept als Leitlinie für die Gemeinde erstellt ist, das sämtliche Belange der zukünftigen Entwicklung integriert, ist die Entscheidung über einzelne Maßnahmen und Projekte sinnvoll möglich.

Bei dem ISEK handelt es sich um eine sogenannte informelle Planung, die durch Beschluss im Marktgemeinderat jedoch intern verbindlich wirkt. Es dient als Grundlage und Zielsetzung für sämtliche weiterführende formelle Planungsinstrumente – wie den Flächennutzungs- und Landschaftsplan oder jegliche Bebauungs- und Grünordnungspläne. Diese sollen sich am Leitbild und an den Zielen des ISEK orientieren und die erarbeiteten Inhalte auf ihrer Umsetzungsebene aufnehmen und konkretisieren.

Da es sich bei dem ISEK um einen Prozess bzw. den Beginn eines Entwicklungsprozesses handelt, wird der Erfolg erst durch eine regelmäßige Evaluierung garantiert. Das Konzept ist nicht als abschließende Planung zu verstehen, sondern sollte beständig ergänzt und fortgeschrieben werden. Der Marktgemeinderat kann das ISEK je nach Bedarf alle 2 bis 3 Jahre an veränderte Rahmenbedingungen anpassen und weiterführen.

Vorgehensweise und Bürgerbeteiligung

Die für eine Bestandsaufnahme und -bewertung wichtige Unterteilung / Separierung in einzelne Themenfelder, mit Darstellung jeweiliger Stärken und Schwächen sowie erster Grobziele zur Entwicklung, gilt es weiterhin in ihren Zusammenhängen und Wechselwirkungen untereinander zu betrachten. Erst dann können ein gesamtheitliches Leitbild für Feucht sowie daraus abgeleitete (themenübergreifende / integrierte) Ziele und Handlungsfelder erarbeitet werden.

Das Integrierte Ortsentwicklungskonzept basiert auf einer umfassenden Bestandsaufnahme in verschiedenen Themenfeldern wie beispielsweise Bau- und Siedlungsstruktur, Verkehr und Erschließung, Wirtschaft, Soziales, Gesundheit, Kultur, Bildung, Tourismus, Naherholung, Gastronomie sowie Technische Infrastruktur und Energie.
Um eine bürgernahe Planung zu erzielen, erfolgte eine Beteiligung in mehreren Formen.

In einer ersten Auftaktveranstaltung im April 2019 ordneten ca. 40 Bürgerinnen und Bürger den genannten Themenfeldern erste Stärken und Schwächen zu. Danach folgte im Juni 2019 eine Zukunftskonferenz (ZuKo) in der Reichswaldhalle, an der 40 Bewohner und Bewohnerinnen teilnahmen. Bestandteile der ZuKo waren themenspezifische Gruppenarbeiten zur Findung von ersten Entwicklungszielen und möglichen Maßnahmen auf Grundlage der ausgewerteten Fragebögen.

Auf diese Weise konnten die Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale des Marktes Feucht definiert werden.
Bereits in der ZuKo kristallisierten sich erste Leitbilder für die Gesamtgemeinde heraus, was anhand der vorliegenden Analyse erläuternd formuliert wurde.

Das weitere Vorgehen sieht folgendermaßen aus:

 

Nachfolgend finden Sie Präsentationen und Protokolle der bisherigen Veranstaltungen:

Link: Auftaktveranstaltung
Link: Protokoll Zukunftskonferenz

Für Fragen zum Prozess steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Anja Hacker, Bauamt Markt Feucht

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