Ehrenbürger

Bürgermeister, Altbürgermeister und Ehrenbürger ab 1854

Das Feuchter Rathaus ist im  August 1943 nach einem Angriff alliierter Bomber völlig ausgebrannt. Dabei wurde ein Großteil des Archivs, unter anderem die Sitzungsbücher vor 1854, vernichtet.


Gemeindevorsteher, Bürgermeister und Erste Bürgermeister

Bis 1869 galt der Titel“Gemeindevorsteher“, ab 1869 „Bürgermeister“, ab 1919 „Erster Bürgermeister“.

G. W. Schrödel 1854-1881
Michael Rupprecht 1882-1893
Paul Scherbacher 1894-1901
Michael Rupprecht 1901-1905
Georg Hoffmann 1906-1919
Johann Haas 1919-1922
Richard Pritzel 1922-1928
Heinrich Schweigert 1930-1933
Georg Hoffmann 1933-1943
Georg Wagner 1944-1945
Josef Koll sen. 1945
Georg Steudel 1945
Anton Schneider 1945-1946
Josef Koll jun. 1946-1965
Wilhelm Baum 1966-1973
Paul Morath1974-1989
Hannes Schönfelder 1989-1996
Konrad Rupprecht seit 1996



Altbürgermeister

Früheren Bürgermeistern kann die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister/in“ oder „Altoberbürgermeister/in“ verliehen werden.

Georg Hoffmann (29.08.1871 – 23.12.1951), Bürgermeister von 1905 bis 1918 und Erster Bürgermeister von 1933 bis 1943. Laut Sitzungsprotokoll vom 02.08.1947 führte er die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“.

Paul Morath (06.12.1922 - 22.03.2018) war von 1974 bis 1989 Erster Bürgermeister von Feucht. Ihm wurde mit Beschluss des Marktgemeinderates vom 23.10.1997 die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ verliehen.


Ehrenbürger

Die Gemeinden können Persönlichkeiten, die sich um sie besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenbürgern ernennen.

Johann Peter Bezoldt (13.10.1839 - 04.11.1923) war von 1878 bis 1909 Lehrer an der Feuchter Schule, Kantor und Gemeindeschreiber. Auch nach 1909 hat er noch als Gemeindeschreiber ausgeholfen. Ihm wurde 1912 das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Wilhelm Meißner (15.12.1862 – 16.10.1926) war von 1899 – 1926 Lehrer an der Feuchter Schule. 1924 wurde ihm in Anerkennung seiner langjährigen pflichttreuen Dienstleistungen als Gemeindeschreiber das Ehrenbürgerrecht verliehen. Meißner hat seine letzte Ruhestätte auf dem alten Friedhof in Feucht gefunden.

Richard Pritzel (18.11.1868 – 11.12.1935), Kaufmann, war von 1922 bis 1928 Erster Bürgermeister von Feucht. Für seinen unermüdlichen Einsatz in einer Zeit voller Schwierigkeiten verlieh ihm der Marktgemeinderat am 18.07.1928 das Ehrenbürgerrecht.

Georg Hoffmann (29.08.1871 - 23.12.1951), Postverwalter, war von Dezember 1905 bis Dezember 1918 Bürgermeister des Marktes Feucht. Der Marktgemeinderat hat Hoffmann am 11.01.1933 in besonderer Anerkennung seiner außerordentlichen Verdienste um die Marktgemeinde Feucht und anlässlich des 25jährigen Bestehens der elektrischen Beleuchtung, deren Errichtung ganz besonders ihm zu verdanken ist, das Ehrenbürgerrecht verliehen.
Hoffmann war nochmals von 1933 bis 1943 Erster Bürgermeister des Marktes Feucht. Der Marktgemeinderat beschloss am 02.08.1947 “Herrn Georg Hoffmann das verliehene Ehrenbürgerrecht zu belassen. Es bestehen keine Einwände, da die Verleihung vor der nationalsozialistischen Ära vorgenommen wurde“.
Hoffmann hat seine letzte Ruhestätte auf dem alten Friedhof in Feucht gefunden.
Nach H. ist die Georg-Hoffmann-Straße in Feucht benannt. Paul Morath (geb. 06.112.1922), Erster Bürgermeister von 1974 bis 1989 und Altbürgermeister von
Feucht, ist ein Enkel von Georg Hoffmann.

Friedrich Stoer (15.10.1866 – 02.05.1947), Magistratsrat a. D. in Nürnberg, fertigte  
1920/1921 für den Markt Feucht ein Gutachten für ein Gemeindewappen (Zeidelschütze mit Bienenkorb). Das Bayerische Staatsministerium des Innern erteilte am 04.08.1922 der Marktgemeinde Feucht die Genehmigung dieses Wappen zu führen. Aus heute nicht mehr festzustellenden Gründen versäumte es der Markt Feucht seinerzeit Stoer für seine Arbeit zu danken. Der Marktgemeinderat hat am 24.05.1933 beschlossen Herrn Friedrich Stoer in besonderer Anerkennung seiner Verdienste um die Marktgemeinde Feucht das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.

Prof. Hermann Julius Oberth (25.06.1894 – 28.12.1989) war Physiker und Raketenpionier, er schrieb unter anderem das Buch „Die Rakete zu den Planetenräumen“.
Geboren in Hermannstadt/Siebenbürgen wohnte er seit 1945 in Feucht. Der Marktgemeinderat hat am 25.06.1974 Oberth anlässlich seines 80. Geburtstages als „Vater der Weltraumfahrt“ das Ehrenbürgerrecht verliehen.
Nach Oberth wurde der Pavillon im Eichenhain benannt. Oberth hat seine letzte Ruhestätte auf dem neuen Friedhof in Feucht gefunden.

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